Naturfreundehaus im Finsterbrunnertal

Das Finsterbrunnertal ist ein Seitental des Moosalbtals, etwas abseits der Verkehrswege und bietet mit seinem Naturfreundehaus eine gute Rast- und Übernachtungsmöglichkeit für Wanderer und Radfahrer.

Historie

Die Geschichte des Tourismus im Finsterbrunnertal begann zu Beginn des 20. Jahrhunderts. So erfolgte die Grundsteinlegung des Naturfreundehauses Finsterbrunnertal am Sonntag, den 24. Mai 1925. Hierbei wurde in den Grundstein des Hauses eine Zinkhülse eingemauert, in welcher sich unter anderem ein Mitgliederverzeichnis aus dem Jahr 1925 befand. Zudem beinhaltete die Hülse den eigentlichen Zweck der Errichtung des Hauses, welches vor allem als Erholungs- und Ferienheim dienen sollte. Zusätzlich wurde die Urkunde mit Tusche auf echtes Pergament geschrieben. Errichtet wurde das Naturfreundehaus durch den Touristenverein „Die Naturfreunde“ der Ortsgruppe Kaiserslautern e.V., welche bis heute Besitzer und Betreiber im Finsterbrunnertal geblieben ist. Im Oktober des gleichen Jahres begann der Verein das Richtfest des Naturfreundeshauses. Hier wurde ein geschmückter Baum mit Bändern von dem Dachfirst präsentiert. Acht Wochen später wurde das Dach fertiggestellt. Zudem rief der Verein die Bevölkerung auf, beim weiteren Bau zu helfen. Sie trugen schließlich dazu bei den Bau fertigzustellen.

Heutiges Naturfreundehaus

Auch in der heutigen Zeit wird das Naturfreundehaus im Finsterbrunnertal gut besucht. Dies zeigen auch die circa 6.000 Übernachtungen im Jahr. So wird das Naturfreundehaus überwiegend von Wanderern und Radfahrern besucht. Unter anderem führt der bekannte Eisenhüttenweg im Karlstal am Naturfreundehaus Finsterbrunnertal vorbei. Zudem führen auch Wanderwege im Norden sowie im Süden zum Naturfreundehaus. Des Weiteren befindet sich tiefer im Tal der Finsterbrunnen, welcher in wenigen Gehminuten vom Haus erreicht werden kann. Außerdem wird das Haus häufig von Kinder- und Jugendgruppen besucht, da einige Mehrbettzimmer sowie zwei Schlafräume vorhanden sind. Ebenso können sich die Besucher über pfälzische Spezialitäten und Wildgerichte freuen. In den wärmeren Jahreszeiten sind zudem 150 Sitzplätze im Außenbereich vorhanden. Dieser bietet den Besuchern auch einen Kinderspielplatz sowie eine Bouleplatz. Auf dem Gelände sind auch einige Informationstafeln platziert, welche den Besucher über die Tiere des Pfälzerwaldes und weitere Rundwanderwege im Holzland oder die Geschichte des Ortes informieren. Am Eingang des Tals ist ebenso ein eigener Campingplatz vorhanden. Über den Parkplatz können die Besucher zudem einen alpinen Steig erklimmen, welcher einen guten Blick über das Karlstal sowie das Finsterbrunnertal bietet. Am Aussichtspunkt, der durch den Steig erreicht werden kann, befinden sich eine Aussichtsplattform, ein markanter Sandsteinfelsen sowie einige Sitzmöglichkeiten. Dieser alpine Steig wurde auch von den Naturfreunden Kaiserslautern angelegt.

Pflanzenkläranlage im Finsterbrunnertal

Das Finsterbrunnertal hat zudem eine weitere Besonderheit, da hier eine Pflanzenkläranlage für das anfallende Abwasser vorhanden ist. Diese wurde von der „areal Gesellschaft für nachhaltige Wasserwirtschaft“ geplant und im Jahr 2005 fertiggestellt. So gelangt das Abwasser des Hauses zu einer Vorreinigung in eine Mehrkammergrube, wo sich die festen Stoffe absetzen und das Wasser in einen Pumpenschacht gelangt. Durch eine Pumpe gelangt anschließend das Wasser über ein Verteilersystem gleichmäßig in das Pflanzenbeet, welches vor allem durch das hohe Schilf auffällig ist. Das Abwasser versickert und wird durch die Mikroorganismen gereinigt. Anschließend gelangt das biologisch gereinigte Abwasser in einen Kontrollschacht und kann in die Moosalbe abgelassen werden. An der Moosalbe, vor dem Beet der Pflanzenkläranlage, ist ein Informationsschild hierzu aufgestellt.

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Das Finsterbrunnertal mit dem sich darin befindenden Naturfreundehaus liegt circa 6 Kilometer nordwestlich des Ortskerns von Trippstadt sowie 2,5 Kilometer nordöstlich des Ortskerns von Schopp. Im Norden führt des Weiteren die L500 am Finsterbrunnertal vorbei, welche einen Kilometer im Westen auf die B270 führt, an welcher auch eine Eisenbahnstrecke entlang führt. Der nächste Bahnhof befindet sich in Schopp, die nächste Bushaltestelle am alten Blechwalzwerk, welches ein Annex von Stelzenberg ist. Einige Wanderwege führen ferner in das Finsterbrunnertal, worunter auch der der Eisenhüttenweg im Karlstal zählt.

Literaturverzeichnis

  • Kurt Knebel (2000). Blätter zur Heimatgeschichte von Trippstadt - Sonderheft Flurnamen. Trippstadt.
  • Naturfreunde Kaiserslautern (o.J.). Informationstafeln am Naturfreundehaus - Das Richtfest, Die Grundsteinlegung, Naturfreundehaus. Trippstadt.
  • areal Gesellschaft für nachhaltige Wasserwirtschaft (2005). Informationstafeln über Pflanzenkläranlage der areal Gesellschaft. Trippstadt.

Quellenangaben

Artikel-Historie

Koordinaten:

49° 21“ 58′ N, 7° 43“ 4′ O

Baustil:

Unbekannt

Datierung:
1925

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