Ritterstein „Eselsohl“

Alternative Bezeichnungen: Ritterstein Nr. 143

Der Ritterstein „Eselsohl“ (Ritterstein Nr. 143) befindet sich etwa zwei Kilometer südwestlich von Weidenthal und westlich des Straßenverlaufs der Kreisstraße 38. Er liegt auf dem Höhenrücken des Eselsohler Berges an der Pfälzerwaldverein-Markierung „Grün-Blauer-Strich“. Der Ritterstein 143 ist nordwestlich der ehemaligen Hochstraße zwischen Weidenthal und Schwarzsohl zu verorten.

Thematische Einordnung

„Eselsohl“ ist ein Ritterstein aus der Kategorie „Orientierungspunkte“. Rittersteine aus dieser Kategorie sollen der Orientierung des Wanderers dienen oder Hinweise auf bemerkenswerte Orientierungspunkte im Gelände geben. Beispiele hierfür sind etwa Quellen, Sohlen, Wooge, Felsen, Burgen, Täler oder Angaben über Grenzen oder Herrschaftsgebiete.

Spezifische Einordnung

Der Stein verweist auf eine ehemals nahe gelegene Eselsohl, in welcher sich einst die in der Landwirtschaft eingesetzten Esel wälzten. Die Tiere wurden früher in den Dörfern im Pfälzerwald gerne als Lasttiere eingesetzt, denn deren Anschaffung und Haltung war günstiger, als die von Pferden oder Ochsen. Sie wurden für alle Arbeiten eingesetzt, die der Mensch alleine nicht stemmen konnte. Vor allem wurden Esel aber in der Waldwirtschaft verwendet. Mit Hilfe eines speziellen Geschirrs wurde das geschlagene Holz an den Eseln befestigt, um es aus dem Wald zu einem Holzsammelplatz zu schleifen. Solche Sammelstätten befanden sich meist in der Nähe eines Baches. Über diesen wurde es in Richtung größerer Flüsse getriftet (Transport von ungebündeltem Holz auf dem Wasser). Ab dem 19. Jahrhundert wurde der Esel als Lasttier vermehrt durch Ochse und Pferd ersetzt.

Eine Sohle oder auch Suhle genannt, die sich einst an dem Standort des heutigen Rittersteins befand, ist eine Wasserstelle mit lehmigem und wasserundurchlässigem Untergrund, in welcher sich nicht nur gerne die Esel suhlten. Auch das Schwarzwild wälzt sich gerne in einer Suhle, um sich von lästigen Parasiten zu befreien. Die Schicht aus Schlamm schützt außerdem vor

In dem Artikel „Rittersteine im Pfälzerwald“ erfährst du mehr über die Systematik, Verbreitung und Historie der Rittersteine!

Insektenstichen.

Literaturverzeichnis

  • Eitelmann, Walter / Pfälzerwald-Verein e.V. (Hrsg.) (2005). Rittersteine im Pfälzerwald. Gedenksteine und Inschriften - Eine steinerne Geschichtsschreibung (5. Auflage). Neustadt/Weinstraße.

Quellenangaben

    Artikel-Historie

    Koordinaten:

    49° 24“ 15′ N, 7° 57“ 24′ O

    Epoche:

    Unbekannt

    Baustil:

    Unbekannt

    Datierung:
    Unbekannt

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