Protestantische Kirche in Rodenbach

Die protestantische Kirche in Rodenbach wurde ab 1957 erbaut und zwei Jahre später eingeweiht. Bevor die Rodenbacher Protestanten eine eigene Kirche errichten ließen, nahmen sie am Gottesdienst in Weilerbach, vorübergehend auch in Katzweiler, teil.

Geschichte

Nach der Einführung der Reformation gehörten die Evangelischen in der Mitte des 16. Jahrhunderts als eine Filiale zur Pfarrei Weilerbach. Danach wurde der Ort vorübergehend von Katzweiler aus kirchlich versorgt, kam 1736 zu Weilerbach zurück und gelangte 1959 als Tochtergemeinde zur Pfarrei Siegelbach. Seit 1978 ist Rodenbach eine selbständige Kirchengemeinde.

Die Baugeschichte der heutigen Dorfkirche begann im Jahr 1925, als die Gemeindeglieder einen „Bethausverein“ gründeten und zunächst einen Acker erwarben, der später als Bauplatz verwendet werden sollte. Nach mancherlei Widerständen setzte der Kirchbauverein seine Tätigkeit nach dem Zweiten Welt-

Krieg (1939-1945) fort und hatte schließlich die Mittel für ein eigenes Gotteshaus beisammen. Im September 1957 wurde der Grundstein gelegt, im August 1959 folgte die feierliche Einweihung.

Baubeschreibung

Die Kirche entstand nach den Plänen von Dipl.-Ing. Dr. Hansgeorg Fiebinger aus Kaiserslautern, die örtliche Leitung lag in den Händen von Bauingenieur Wilhelm Kleemann. Der neuzeitliche Bau mitten im alten Ortskern hat einen langegezogenen, achteckigen Grundriss, ein Walmdach und vier Fensterachsen. Für seine Mauern wurden die in Rodenbach hergestellten Kalksandsteine verwendet. Um die unverputzten Außenflächen zu beleben, führte man das Mauerwerk im Wechsel zwischen weißen und rötlichen Steinen aus.

Der abseits stehende schlanke Turm ist gleichfalls achteckig und durch einen Zwischenbau mit dem Kirchenschiff verbunden. Die Stockwerke des 28 Meter hohen Turmes sind ebenso mit Kalksandstein ausgemauert, seine Spitze ist mit einem vergoldeten Hahn gekrönt. Das harmonische Geläut besteht aus vier Glocken aus Gussstahl, die vom Bochumer Verein geliefert wurden.

Der Innenraum des Schiffes wurde mit einer Holzdecke aus Tannenbrettern überwölbt. An der Südwestseite befindet sich der Altarraum mit der Kanzel, an der Nordostseite die Empore mit der Orgel, die 1966 von der Firma Oberlinger in Windesheim gebaut wurde. Im Kirchenschiff finden 250, auf der Empore 50 Personen Platz.

Die Innenwände sind mit Putz in hellen Farben versehen, die Fenster aus weißem Glas mit einzelnen leicht getönten Scheiben. Bemerkenswert ist die künstlerische Gestaltung des Rundfensters im Altarraum, das der Glasmaler und Grafiker Hermann Jürgens in Godramstein entwarf. Das Fenster zeigt auf eindrucksvolle Weise die vier Hauptfeste des Kirchenjahres. Außerdem wurden zwei ausdrucksstarke Gemälde von Franziskus Wendel angebracht, die das Geschehen von Golgatha und Auferstehung thematisieren.

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Die protestantische Kirche steht inmitten der Ortsgemeinde Rodenbach nordöstlich von Kaiserslautern. Rodenbach gehört der Verbandsgemeinde Weilerbach im Landkreis Kaiserslautern an. Parkplätze sind unmittelbar vor der Kirche vorhanden.

(Karlheinz Schauder, 2006-2010)

Literaturverzeichnis

  • Schauder, Karlheinz (2006-2010). Serie "Dorf- und Stadtkirchen im Landkreis Kaiserslautern". Erschienen in der "Rheinpfalz". o.O.

Quellenangaben

    Artikel-Historie

    Lage:
    Koordinaten:

    49° 28“ 27′ N, 7° 39“ 12′ O

    Datierung:
    1959

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