Ritterstein „Franzosenwoog“

Alternative Bezeichnungen: Ritterstein Nr. 163

Der Ritterstein „Franzosenwoog“ (Ritterstein Nr. 163) befindet sich südlich der B 37 und der Bahnlinie zwischen Hochspeyer nach Frankenstein. Er liegt am Bahnübergang beim Tunnel „Franzosenkopf“.

Thematische Einordnung

„Franzosenkopf“ ist ein Ritterstein aus den Kategorien „Orientierungspunkte“ und „Holzwirtschaft und Holzflößerei“.

Rittersteine aus der Kategorie „Orientierungspunkte“ sollen der Orientierung des Wanderers dienen oder Hinweise auf bemerkenswerte Orientierungspunkte im Gelände geben. Beispiele hierfür sind etwa Quellen, Sohlen, Wooge, Felsen, Burgen, Täler oder Angaben über Grenzen oder Herrschaftsgebiete.

Mit den Rittersteinen aus der Kategorie „Holzwirtschaft und Holzflößerei“ soll an das untergegangene Gewerbe der Holzwirtschaft und Holzflößerei im Pfälzerwald erinnert werden. 1906 wurde der Triftbetrieb eingestellt. Lediglich Klausen, Wooge und ausgebaute Bachläufe sind in ihrer Form erhalten geblieben.

Ende des 17. Jahrhunderts kamen zahlreiche Holländer in den Pfälzerwald, um besonders große Baumstämme für den Schiffsbau zu erwerben. Aus diesem Grund kam es etwa zu Bezeichnungen wie Holländerschlag, -bäume, -holz, -weg oder -fahrer.

Spezifische Einordnung

Der Franzosenwoog ist ein Stauweiher mit gemauerten Damm und einer Abflussöffnung. Er wurde im Jahr 1828 angelegt, um das Wasser für die Holzflößerei aufzustauen und so den Hochspeyerbach triftbar zu machen. Seinen Namen erhielt er vom Franzosental, welches in das Hochspeyertal einmündet. Wie das Franzosental erhielten auch der in der Umgebung befindliche Franzosenkopf sowie die Franzosenhalde ihren Namen durch den Zuzug von französischen Familien in das „Franzosental“ nach dem Dreißigjährigen Krieg.

Der Franzosenwoog hat ein Fassungsvermögen von 7.600 Kubikmetern und ist somit die größte pfälzische Triftklause. 400 Klafter (Längenmaß: 1 Klafter = 1,69914 Meter) Holz konnten in ihm gefasst werden. Jeden Winter wurde das Holz zum Franzosenwoog gefahren, wo es auf dem Platz an der Einmündung des Klaftertales auf der gegenüberliegenden nördlichen Talseite gesammelt und aufgeschichtet wurde. Im Frühling wurde dann das Holz in den Woog geworfen und bachabwärts getriftet.

Heutzutage ist der Franzosenwoog trocken. Die Inschrift befindet sich in an einer Steinsäule des zerstörten Wehres.

In dem Artikel „Rittersteine im Pfälzerwald“ erfährst du mehr über die Systematik, Verbreitung und Historie der Rittersteine!

Literaturverzeichnis

  • Eitelmann, Walter / Pfälzerwald-Verein e.V. (Hrsg.) (2005). Rittersteine im Pfälzerwald. Gedenksteine und Inschriften - Eine steinerne Geschichtsschreibung (5. Auflage). Neustadt/Weinstraße.

Quellenangaben

    Artikel-Historie

    Koordinaten:

    49° 26“ 28′ N, 7° 55“ 39′ O

    Baustil:

    Unbekannt

    Datierung:
    Unbekannt

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