Ritterstein „R. Wiligartaburg“

Alternative Bezeichnungen: Ritterstein Nr. 49

Der Ritterstein „R. Wiligartaburg“ (Ritterstein Nr. 49) befindet sich nördlich der Bundesstraße 10 zwischen Rinnthal und Wilgartswiesen. Er liegt südlich am Fuße der Wiligartaburg und zeigt dem Wanderer den Weg zur Ruine.

Thematische Einordnung

„R. Wiligartaburg“ ist ein Ritterstein aus der Kategorie „Orientierungspunkte“. Rittersteine aus dieser Kategorie sollen der Orientierung des Wanderers dienen oder Hinweise auf bemerkenswerte Orientierungspunkte im Gelände geben. Beispiele hierfür sind etwa Quellen, Sohlen, Wooge, Felsen, Burgen, Täler oder Angaben über Grenzen oder Herrschaftsgebiete.

Spezifische Einordnung

Die Wiligartaburg zählt zu den ältesten Burganlagen der Pfalz. Man erzählt sich, dass sie bereits im 8. Jahrhundert unter der karolingischen Gräfin Wiligarta entstanden sei. Grund hierfür war die Gründung des Benediktiner-Ordens in Hornbach, den die Gräfin mit ihrem Gemahlen, dem fränkischen Gaugrafen Wernher I., reich beschenkte. Angeblich soll die Gräfin Wiligarta nach dem Tod ihres Mannes ein einsames Leben auf der Burg geführt und für die ausschweifenden Lebenstaten ihres Mannes gesühnt haben.

Aufgrund von fehlenden Beweisen für eine Bebauung zu karolingischer Zeit, geht man heutzutage davon aus, dass eine Bebauung im 10. oder 11. Jahrhundert zuerst als Holzburg stattfand und erst später in salischer Zeit (11. Jahrhundert) die Burg aus Stein ausgebaut wurde. Fest steht allerdings, dass es zu mehreren Bauphasen kam, was man an Grabungsfunden aus dem 12. und 13. Jahrhundert festmachen kann. Die Burg diente zum Schutz des Kloster Hornbachs, des gesamten St. Pirmansbezirks und der wichtigen Salzstraße, die im Queichtal entlangführte. Diese war ein wichtiger Handelsweg zwischen Lothringen und Speyer. Wie es zum Untergang der Burg kam, ist bislang nicht bekannt. Vermutlich wurde sie um 1300 zerstört.

Die Burg ist sehr verfallen und es sind nur noch wenige Bauteile erkennbar. Nach Ausgrabungen in den 1970er Jahren konnte der Hauptbau der Burg rekonstruiert werden. Dieser bestand aus Längsmauern mit einer Breite von 1,75 Metern.

Literaturverzeichnis

  • Eitelmann, Walter (2005). Rittersteine im Pfälzerwald. Gedenksteine und Inschriften - Eine steinerne Geschichtsschreibung (5. Auflage). Neustadt a.d.W..

Quellenangaben

Artikel-Historie

Koordinaten:

49° 13“ 27′ N, 7° 54“ 4′ O

Baustil:

Unbekannt

Datierung:
nach 1910

Kategorie:

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