Gartenschau in Kaiserslautern

Auf dem brachliegenden Gelände der Kammgarnspinnerei Kaiserslautern und des städtischen Schlachthofes öffnete im Jahr 2000 die erste rheinland-pfälzische Landesgartenschau ihre Pforten. Seitdem finden auf der etwa 20 Hektar großen Parkanlage immer wieder wechselnde Ausstellungen und Veranstaltungen statt.

Hintergrund

Im Juli 1987 startete die Regierung des Landes Rheinland-Pfalz einen Aufruf an alle Gemeinden, sich für die Ausrichtung der ersten rheinland-pfälzischen Landesgartenschau zu bewerben. Die kreisfreie Stadt Kaiserslautern bewarb sich daraufhin mit der Idee einer Gartenschau auf dem damals brachliegenden Gelände der Kammgarnspinnerei und des Schlachthofes. Nachdem im Februar 1988 die Entscheidung der Landesregierung zugunsten Kaiserslauterns fiel, startete einen Monat später ein offener Ideen- und Realisierungswettbewerb. Hierbei wurde darauf geachtet, dass neben dem Konzept für das Durchführungsjahr auch ein Konzept für die dauerhafte Nutzung vorgelegt wurde. Bereits im Juli desselben Jahres entschied eine Jury über den Gewinner des Wettbewerbs. Der Entwurf des Siegers diente in den nachfolgenden Monaten bis zur Eröffnung als Grundlage für die Realisierungs- und Bauphase.

In einem Zeitraum von rund 3 Jahren wurden die Flächen der Kammgarn, des Schlachthofs, des Kaiserbergs und des Neumühleparks umgebaut und für die Ausrichtung der Gartenschau hergerichtet. Hierbei spielte das Gesamtkonzept der Gartenschau eine wichtige Rolle. Der Alte Schlachthof wurde saniert und zum Veranstaltungszentrum ausgebaut, welcher für verschiedene Veranstaltungen genutzt werden kann. Die B270 konnte verlegt werden, wodurch mit den Baumaßnahmen am Neumühlenpark begonnen werden konnte. Ebenfalls wurde der zur gleichen Zeit entstandene Japanische Garten in Kaiserslautern in das Werbe- und Veranstaltungskonzept der Gartenschau integriert. Im April 2000 wurde der Japanische Garten und einen Tag später die Landesgartenschau eröffnet.

Nach Ende der 6-monatigen Schauphase wurde das Gelände erstmal für die Öffentlichkeit gesperrt. Erst ein halbes Jahr später, nachdem sich alle Unklarheiten in Bezug auf die Nachnutzung geklärt hatten, wurde das Gelände unter städtischer Trägerschaft als Gartenschau Kaiserslautern wieder eröffnet. In den Folgejahren wurde die Gartenschau immer wieder durch neue Elemente erweitert und erneuert. So kamen 2002 die teilweise lebensgroßen Dinosauriermodelle hinzu, welche über das gesamte Gelände verteilt sind und zum Markenzeichen der Gartenschau geworden sind. Ein weiteres Beispiel hierfür ist die jährlich wechselnde Legoausstellung, die in Kooperation mit der der Internationalen Gemeinschaft der Legofreunde ermöglicht wird.

Geländebeschreibung

Besonders durch die topographische Lage war eine Zweiteilung des Geländes notwendig. So entstand im Tal ein eher lebendiger Teil, während sich oben auf dem Kaiserberg ein ruhiger, der Entspannung dienender Teil entwickelte. Von Oben ist eine gute Aussicht über Kaiserslautern gegeben. Zusätzlich wurde eine in Südwestdeutschland einzigartige Weidenkirche auf dem Kaiserberg errichtet. Hier werden unter anderem Führungen durch den biblischen Garten angeboten. Auch das „Grüne Klassenzimmer“ befindet sich auf dem Kaiserberg. Das Herzstück der Gartenschau, der Neumühlepark, liegt unten im Tal. Dort startet der Dinosaurier-Lehrpfad und in einem Neubau im Neumühlepark sind eine Gaststätte und angrenzend daran eine Adventure-Golfanlage mit 18 Bahnen entstanden. Zudem befinden sich im Neumühlepark verschiedene Spielplätze, darunter auch ein Wasserspielplatz und eine Skateranlage.

Neben der Bauphase ist vor allem das Konzept, mit dem die Gartenschau betrieben wird, etwas Besonderes. Sie wird von der gemeinnützigen Integrationsgesellschaft Kaiserslautern mbH (iKL), einer Tochtergesellschaft der Stadt Kaiserslautern und der Lebenshilfe Westpfalz e.V., betrieben. Die iKL bietet fast 50 Menschen mit Behinderungen eine berufliche Chance.

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Die Gartenschau Kaiserslautern liegt nordwestlich der Kaiserslauterer Innenstadt in einer Engstelle des Lautertals. Die etwa 1 km entfernte Fußgängerzone ist fußläufig in etwa 15 Minuten erreichbar.

Die Gartenschau ist ab der Autobahnausfahrt der A6 ausgeschildert. Rund um das Gartenschaugelände liegen mehrere Parkplätze und Eingänge. Der Haupteingang ist von der Lauterstraße zugänglich.

Literaturverzeichnis

  • Klang-Ritz, Eva. (2015). Pfälzer Gartenschau. Ludwigshafen.
  • Feser, Hans-Dieter; Wüst, Hanns Stephan (2002). Endbericht der interdisziplinären Begleituntersuchung „Regionale und kommunale Effekte der Landesgartenschau Kaiserslautern 2000“. Kaiserslautern.

Quellenangaben

Artikel-Historie

Koordinaten:

49° 26“ 49′ N, 7° 45“ 5′ O

Epoche:

Unbekannt

Baustil:

Unbekannt

Datierung:
seit 2000

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