Weiher im Meisertal

Das Meisertal südlich von Trippstadt im Pfälzerwald, erstreckt sich von Nordwesten in südöstliche Richtung. Entlang dieses Tals gibt es fünf Weiher unterschiedlicher Größe. Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Weiher vom bayerischen Staat von der Familie Gienanth erworben und danach fischereilich genutzt. Heute sind alle Weiher Biotope und zum Teil auch Artenschutzgebiete.

Beschreibung

Im Meisertal sind fünf Weiher zu finden, die ihr Wasser aus dem Meiserbach beziehen. Der Meiserbach fließt durch das ganze Tal, vorbei am ehemaligen Meiserhof und mündet letztendlich in der Moosalbe. Der größte Weiher ist der Plickerweiher, welcher sich an der Kreuzung der L500 und K52 befindet. Er ist eines von acht eingetragenen Naturdenkmalen in Trippstadt. Die L500 übernimmt die Funktion eines Dammes. Die Historiker Ernst Christmann und Ernst Bitfinger berichten, dass der Name des Weihers durch einen Burgmann mit dem Namen Junker Henn Blick von Lichtenberg entstand. Dieser wurde 1426 als Ganerbe in Wilenstein aufgenommen, was auf die Entstehungszeit des Weihers vermuten lässt. Ursprünglich wurde der Weiher zur Fischzucht angelegt.

Etwa 1600 Meter südlich des Plickerweihers befindet sich der Wolfenweiher. Dieser ist noch heute aufgestaut, wobei das Wasser über einen Überlauf ablaufen kann. Allerdings ist er von Wasserpflanzen stark bewachsen, wodurch eine Bewirtschaftung nicht mehr möglich ist.

Nochmals südlich des Wolfenweihers ist der Lützelweiher zu finden, welcher auch Schulweiher genannt wird. Er wird von der Forstverwaltung unterhalten und ist ein Biotop und Artenschutzgebiet.

Der vierte Weiher ist der Meisertal- oder Puddelweiher, welcher etwa 1500 Meter weiter südöstlich im Meisertal liegt. Ein großer Damm staut hier das Wasser des Meiserbaches auf, welcher sich etwa 500 Meter nordwestlich des Meisertals befindet. Der Zustand des Gewässers ist gut, da dieser noch gepflegt wird. Außerdem ist das Wasser sehr klar. Er erreicht fast dieselbe Größe wie der Plickerweiher.

Der letzte Weiher im Meisertal ist der Meiserspringweiher, welcher auch Nellyweiher genannt wird. Dieser befindet sich südöstlich des heutigen Reiterhofs sowie nahe der Forststraße, die zum Annex Meiserspring führt. Zwei Überlaufstellen sorgen dafür, dass das Wasser bei einem starken Schauer abfließen kann. Die Quelle des Meiserbachs, der als Wasserlieferant für alle fünf Weiher dient, befindet sich etwa einen Kilometer hinter dem Annex Meiserspring. 

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Am Plickerweiher gibt es einen Parkplatz sowie eine Bushaltestelle. Von dort aus führen viele Wanderwege durch das Meisertal und den Meiserwald, vorbei an den anderen vier Weihern. Dabei passiert man auch den Meiserhof, der sich etwa sechs Kilometer südlich des Ortskerns von Trippstadt befindet. Südlich des fünften Weihers, dem Nellyweiher, befindet sich der Annex Meiserspring.

Literaturverzeichnis

  • Dieter Faas (2016). Blätter zur Heimatgeschichte von Trippstadt - Ausgabe 65. Trippstadt.
  • Willi Fallot-Burghardt (2000). Blätter zur Heimatgeschichte von Trippstadt - Ausgabe 19. Trippstadt.
  • Kurt Knebel (1995). Blätter zur Heimatgeschichte von Trippstadt - Ausgabe 4. Trippstadt.
  • Kurt Knebel (2000). Blätter zur Heimatgeschichte von Trippstadt - Sonderheft Flurnamen. Trippstadt.

Quellenangaben

Artikel-Historie

Koordinaten:

49° 20“ 11′ N, 7° 46“ 8′ O

Baustil:

Unbekannt

Datierung:
um 1426

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