Walzweiher bei Stelzenberg

Alternative Bezeichnungen: ehemaliger Schönberger Woog

Der Walzweiher bei Stelzenberg wurde gegen 1825 angelegt, um für das dort ansässige Blechwalzwerk die Wasserkraft zur Energiegewinnung zu nutzen. Zuvor befand sich an gleicher Stelle der Schönberger Woog, der an einem unbestimmten Zeitpunkt trockenfiel oder aufgegeben wurde.
Heute dient der Walzweiher hauptsächlich als Biotop, zur Naherholung und wird von Sportfischern genutzt.

Ehemaliger Schönenberger Woog

Der Schöneberger Woog befand sich vor der Zeit der Blechverarbeitungsstätte bei Stelzenberg an dem Ort des heutigen Walzweihers.

Dessen Damm war an der heutigen Schopper Eisenbahnbrücke zu finden. Dort markiert ein Feldweg, welcher von der B270 nach außen abzweigt, die alte Stauanlage. Auf dem heutigen Krickenbacher Gemeindegebiet soll sich eine Mühle am Damm befunden haben. Außerdem stand ein großer Grenzstein im Schneidepunkt der Bäche Aschbach und Moosalbe. Dort verlief die Willensteiner Amtsgrenze die Moosalbe hinauf bis nach Johanniskreuz. Wann der Schönberger Woog trocken fiel beziehungsweise aufgegeben wurde, ist bis heute unbekannt.

Walzweiher

Die Situation veränderte sich jedoch, als im Jahr 1825 das Blechwalzwerk, welches viel Energie benötigte, dort errichtet wurde. Im Zuge dessen wurde ein großer Damm aufgeschüttet, wodurch der Aschbach so weit aufgestaut wurde, dass daraus der Walzweiher entstand. Somit konnte das Moosalbenwasser den neuen Weiher nicht erreichen. Es wurde ein Stauwehr errichtet, dessen Kanal parallel der Straße in Form eines Grabens verlief. Diese Leitung wurde im Jahr 1828 gelegt, wobei sie beim Straßenausbau im Hammerweiher in den 1960er Jahren noch betrieben wurde. Der Staudamm und die Gebäude sind aktuell noch in einem guten Zustand.

Heutige Nutzung

Der Walzweiher wird sehr gerne von Sportfischern genutzt und auch an diese verpachtet. Insgesamt misst der Gewässerverbund 13,5 Hektar und besteht aus dem Pfalzwoog, dem kleinen sowie dem großen Walzweiher. Der Pfalzwoog ist dabei 3,5 Hektar groß und besteht größtenteils aus einem Sumpfgebiet, was ein einzigartiges Biotop darstellt. Dieser Raum ist sehr schutzwürdig und darf aufgrund der Unfallgefahr weder befischt noch betreten werden. Somit beträgt die nutzbare Fischereifläche etwa 10 Hektar. Der Wasseraustausch durch die Zuläufe der Moosalbe und des Aschbachs ist eher mäßig. Zur Nutzung der Stromerzeugnisse wird hierbei des Öfteren der Wasserspiegel abgesenkt und wieder aufgestaut.

Das Vogelaufkommen der Gewässer reicht trotz der Eingrenzung durch die Bundesstraße und der Bahntrasse von Eis- bis Greifvögeln und ist damit sehr vielfältig. Ein natürliches Rückzugsgebiet für die dortige Tier- und Fischpopulation wird durch den kleinen Walzweiher gewährleistet, welcher schwimmende Inseln und üppige Pflanzenkulturen bietet. Jährlich werden hier circa 20 Zentner Fische eingesetzt, wobei es sich um Aale, Hechte, Karpfen und andere Futterfische handelt.

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Die Gebäude des ehemaligen Blechwalzwerks befinden sich an der Kreuzung der L500 zur B270 auf dem Gebiet der Gemeinde Stelzenberg. Hier befindet sich auch eine Bushaltestelle an der L500. Der Walzweiher verläuft nördlich der Gebäude zwischen der B270 und der Bahnstrecke. Teilweise befinden sich Teile des Weihers auf Krickenbacher Gemeindegebiet. Zudem verläuft die Bahnstrecke neben dem ehemaligen Walzwerk. Die nächste Haltestelle befindet sich etwa 1,5 Kilometer südlich des Blechwalzwerkes bei der Gemeinde Schopp.

Literaturverzeichnis

  • Jochen Stadler (2017). Blätter zur Heimatgeschichte von Trippstadt - Ausgabe 66 Trippstadt.
  • Erhard Brenk / Helmut Celim (2003). Blätter zur Heimatgeschichte von Trippstadt - Ausgabe 29 Trippstadt.
  • Kurt Knebel (2000). Blätter zur Heimatgeschichte von Trippstadt - Sonderheft Flurnamen Trippstadt.

Quellenangaben

Artikel-Historie

Koordinaten:

49° 22“ 29′ N, 7° 42“ 4′ O

Baustil:

Unbekannt

Datierung:
um 1825

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