Geschichte
Die Kirche wurde ca. 1450 durch Abt Johannes von Münster-Dreisen und die Ritter Siegfried und Johann von Oberstein erbaut. Während dem dreißigjährigen Krieg wurde sie 1632 durch spanische Truppen beschädigt, im Anschluss aber wieder aufgebaut. 1689 wurde sie erneut beschädigt, diesmal wegen Brandschatzung durch Franzosen. Die Kirche wurde erneut zu einer Ruine und diesmal Stück für Stück wieder aufgebaut. Während dem zweiten Weltkrieg blieb das Gebäude fast gänzlich verschont. Lediglich eine Ecke des Glockenturms wurde beschädigt. Heute dient das Gebäude als Pfarrkirche der protestantischen Kirchengemeinde.
Objektbeschreibung
Die Kirche ist ein gotischer Bau. Das Langhaus und der Chor sind mit einem steilen Satteldach mit durchgängigem First und Ost-West Ausrichtung gedeckt. Es gibt einen viergeschossigen Glockenturm mit insgesamt drei Glocken. Die älteste der Glocken stammt von 1704. Das Gebäude wird von außen außerdem durch hohe gotische Fenster geprägt. Über dem Südportal befindet sich ein Gedenkstein zur Kirchenweihe 1452.
Das Schmuckstück im Inneren ist die gut erhaltene dreiflügelige Orgelempore aus Holz, die mit Malereien mit Szenen aus dem alten und neuen Testament und den 12 Aposteln verziert ist. Die barocke Empore stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Auf der Empore steht eine Orgel, die ebenfalls aus der Barockzeit stammt und circa 1730 von Johann Valentin Senn gebaut wurde. Außerdem ziert das Innere der Kirche eine circa 300 Jahre alte Kanzel mit gewundener Eichensäule. Auf dieser sind die vier Evangelisten zu sehen.
Räumliche Lage und Erreichbarkeit
Die Kirche befindet sich im historischen Ortskern der Gemeinde Steinbach am Donnersberg. Sie ist von Häusern und einem Spielplatz umgeben und steht giebelständig zur Straße. Vor der Kirche kann geparkt werden.







