Heidenkopf mit Gaststätte „Heidenkopf“ und Heidenkopfhalle in Trippstadt

Alternative Bezeichnungen: ehemaliges Forsthaus Heidenkopf

Auf dem Annex Heidenkopf befinden sich die im 20. Jahrhundert errichtete Heidenkopfhalle sowie das Mitte des 19. Jahrhunderts errichtete ehemalige Forsthaus. In letzterem wird heute eine Gaststätte betrieben. Oberhalb des Neuhöfer Tales entwickelte sich ein Wohngebiet, das heute durch die Heidenkopfstraße an den Ortskern von Trippstadt angebunden ist.

Historie

Den Namen hat der „Heidenkopf“ von der nahegelegenen Heide, die als „anspruchsloser Strauch“ auch auf armen Böden wächst. Über dem Kottelbach südlich des Katterfelds befindet sich das ebenfalls danach benannte Felsplateau Heidenkopf, welches bereits 1837 im Flurplan als voll bewaldet gekennzeichnet war. Aufgrund der Wohnbebauung hat sich der Waldanteil allerdings verringert. Im Jahr 1910 errichtete Lehrer Mang auf der ehemaligen Waldfläche ein Wohnhaus, woraufhin später noch weitere folgten. Daraus entstand die Heidenkopfstraße, die heute an den Ortskern von Trippstadt angeschlossen ist. Außerdem ist aktuell der Bau weiterer Häuser in der Heidenkopfstraße geplant.

Forsthaus am Heidenkopf

Im Jahr 1863 errichtete Freiherr von Gienanth, der viele Bauten rund um Trippstadt vor allem zu Zwecken der Eisenverhüttung schuf, am Berghang zum Neuhöfer Tal ein Forsthaus. Dieses ist heute die Gaststätte „Heidenkopf“, wobei sich dahinter noch eine Campinganlage befindet.

Heidenkopfhalle

Auf dem Heidenkopf befindet sich oberhalb des ehemaligen Forsthauses noch ein weiteres Gebäude, die Heidenkopfhalle. Diese wurde zur Zeit des Nationalsozialismus in den Jahren 1936/37 als Jugendheim der Hitlerjugend errichtet. Die große Rasenfläche vor der Halle wurde als Zeltlagerplatz und „Thingstätte“ genutzt. Im zweiten Weltkrieg (1939-1945) wurden in der Halle Notwohnungen für kinderreiche Familien eingerichtet, deren Häuser durch Bomben zerstört wurden. Danach blieb die Halle bis in die 1950er Jahre ungenutzt. In dieser Zeit wurde das Gebäude durch die Gemeinde zur Turn- und Festhalle umgebaut. Amerikanische Pioniere vergrößerten die Rasenfläche und richteten ein Sportgelände ein. In den 1970/80er Jahren wurde die Halle vermehrt für Veranstaltungen genutzt. Die Sportanlage im Freien sowie der dazugehörige Sportplatz vor der Heidenkopfhalle, werden heute kaum mehr genutzt. Die Heidenkopfhalle wird jedoch gelegentlich für Feste, Theaterstücke, verschiedene Sportaktivitäten und andere kulturelle Veranstaltungen verwendet.

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Die Heidenkopfhalle befindet sich am Ende der Heidenkopfstraße, die auch durch das Wohngebiet etwas außerhalb von Trippstadt führt. Die Halle ist zu drei Seiten von einem bewaldeten Hang umgeben. An diesem ist es möglich über mehrere Wanderwege an die Gaststätte sowie zum Campingplatz im Tal zu gelangen. Der Annex Heidenkopf ist im Tal direkt über die K51 in Richtung Neuhof zu erreichen und befindet sich in der Nähe der Sägmühle, wo auch eine Bushaltestelle zu finden ist.

Literaturverzeichnis

  • Dieter Faas (2016 ). Blätter zur Heimatgeschichte von Trippstadt - Ausgabe 65. Trippstadt.
  • Kurt Knebel (2000). Blätter zur Heimatgeschichte von Trippstadt - Sonderheft Flurnamen. Trippstadt.

Artikel-Historie

Koordinaten:

49° 21“ 2′ N, 7° 46“ 43′ O

Baustil:

Unbekannt

Datierung:
1863

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