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Protestantische Kirche in Schopp

Lange Zeit mussten die protestantischen Gläubigen zum Gottesdienst in den Nachbarort laufen. Ab 1905 wurde in Schopp ein Betsaal eingerichtet und 1960 mit dem Bau eines eigenen Kirchengebäudes begonnen. Im Jahr 1963 folgte die Einweihung der protestantischen Kirche in Schopp. Die Kirchenbaupläne stammten vom Architekten Max Brunner aus Pirmasens. Er entwarf das Gebäude im sachlichen Stil.

Geschichte

Im Jahr 1821 wurde in Schmalenberg ein Vikariat errichtet, zu dem auch die Gemeinde in Schopp gehörte. Da der Weg zu den Gottesdiensten im Nachbarort allmählich zu beschwerlich erschien, richtete man 1905 einen Betsaal in der Schule des Ortes und später im Rathaus des Dorfes ein. 1955 wurde Schopp ein selbständiges Vikariat, 1962 eine eigene Pfarrei, die auch für Krickenbach und Linden zuständig ist.

Die Gläubigen erfüllten sich schließlich den Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus. Die Gemeinde stellte am Homberger Hang kostenlos einen Bauplatz zur Verfügung; der Grundstein zu der Kirche wurde 1960 gelegt und am Sockel des Turmes eingefügt. Architekt Max Brunner aus Pirmasens entwarf die Pläne im sachlichen Stil der sechziger Jahre, die örtliche Bauleitung übernahm Architekt Otto Brämer. Das Vorhaben wurde durch Zuschüsse der Landeskirche, Spenden der Gemeindeglieder sowie durch eine Beteiligung der Kommune an den Kosten für Turmuhr und Geläute finanziert. 1963 wurde das Gebäude eingeweiht.

Baubeschreibung

Das Gotteshaus, ein Bau aus gehauenen Sandsteinen, wurde 1963 durch Oberkirchenrat Dr Theo Schaller aus Speyer in Dienst gestellt. Der mächtige Turm, der in einer Pyramide endet, ist an das Schiff angefügt. Die mit Kupferblech eingedeckte Turmspitze wurde in jüngster Zeit durch Sturmböen stark beschädigt und musste aufwendig saniert werden.

Der leicht erhöhte Eingang befindet sich links vom Turm und wird über einige Stufen erreicht. Der Innenraum der Kirche ist bewusst schlicht gehalten. Er wird durch vier große Buntglasfenster erhellt, deren Flächen unterschiedlich gegliedert sind. Zwei asymmetrisch angeordnete Bankreihen bieten 260 Sitzplätze. Die auf Betonrippen angebrachte Holzdecke vermittelt den Eindruck eines Zeltes. Der Altar wird von einem großen Kreuz überragt; die einfache Kanzel steht auf der linken Seite, der Taufstein auf der rechten. Ein Taufbaum, der von Mitgliedern des Volksliederkreises angefertigt und gestiftet wurde, erinnert symbolisch an das Wachstum der Gemeinde.

Die Räume in der Unterkirche erwiesen sich bald als zu klein, so dass sie in den achtziger Jahren erweitert werden mussten. In über tausend freiwilligen Arbeitsstunden haben Presbyter und Gemeindeglieder die zusätzlichen Räume buchstäblich aus dem Sandsteinfelsen, auf dem die Kirche erbaut ist, herausgehauen. Zu der Ausstattung des Gotteshauses gehören vier Glocken aus Gussstahl, von denen drei aus dem ehemaligen Schulhaus stammen. 1993 bekam die Gemeinde überdies eine Pfeifenorgel, die von der Firma Wilbrand aus Üpach-Pahlenberg geliefert wurde.

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Die protestantische Kirche befindet sich zwischen den zwei parallel verlaufenden Straßen Waldstraße und Hauptstraße. Zu erreichen ist das Gebäude über einen Fußweg, welcher von der Hauptstraße rechts neben der Turn- und Festhalle (Hauptstraße 11b) hineinführt.

Schopp befindet sich unmittelbar östlich der B 270 zwischen Kaiserslautern und Pirmasens sowie an der Bahnstrecke zwischen Kaiserslautern und Pirmasens. Der Bahnhof befindet sich am nördlichen Ortsausgang.

(Karlheinz Schauder, 2006-2010)

Literaturverzeichnis

  • Schauder, Karlheinz (2006-2010). Serie "Dorf- und Stadtkirchen im Landkreis Kaiserslautern". Erschienen in der "Rheinpfalz". o.O.

Quellenangaben

    Artikel-Historie

    Koordinaten:

    49° 21“ 5′ N, 7° 41“ 22′ O

    Baustil:

    Unbekannt

    Datierung:
    1963

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