Randeck-Museum „Auf dem Böhl“ in Mannweiler-Cölln

Alternative Bezeichnungen: Heimatmuseum Böhl

Das Randeck-Museum in Mannweiler-Cölln wurde 1979 in einem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert eingerichtet. Das Museum informiert über die ehemalige Lebens- und Arbeitsweise in und um Mannweiler-Cölln und zeigt mit Zahlreichen Exponaten zum Beispiel Einrichtungen aus dem 19. und 20. Jahrhundert, historische Siegel sowie historische landwirtschaftliche Geräte.

Museum und seine Exponate

Viele Jahre hat der Kulturhistorische Verein Mannweiler-Cölln e.V. daran gearbeitet, gesäubert, gesichtet, archiviert, geputzt und entrostet, um das Museum in seinem jetzigen Zustand präsentieren zu können. Heute legt das Museum einen Schwerpunkt auf die Landwirtschaft vergangener Tage, aber auch auf etliche Handwerksberufe, die es im Ort und seiner Umgebung in der damals sehr landwirtschaftlich geprägten Nordpfalz gab und zeigt auf, dass es oft sehr schwierig für die Menschen war, damit den Lebensunterhalt für sich und die Familie sicherzustellen.

Die vielfältigen Exponate reichen von alten Geldscheinen über Urkunden aus dem Jahr 1576, Konventsberichten, historischen Siegeln aus dem 13. bis zum 18. Jahrhundert, alten Öllampen bis hin zu einer Lutherbibel aus dem Jahr 1663 oder alten Bügeleisen, als kulturelles Gedächtnis gelebter Wirklichkeit.

Im unteren Bereich des Museums befindet sich eines der Highlights, nämlich die Küche von „anno dazumal“. Im früheren Lagerhaus, das dann als Depot genutzt worden war, werden alte Handwerksberufe dar- und ausgestellt. Von der Wagnerei über eine Schmiede bis zum in Mannweiler-Cölln heute noch vorhandenen Weinbau. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung ist das Thema „Landwirtschaft“, die sich von damals bis in heutiger Zeit wesentlich verändert hat.

Zu sehen sind aber auch interessante archäologische Funde der nahegelegenen Burgruine Randeck, die ebenfalls im Besitz des Kulturhistorischen Vereins Mannweiler-Cölln ist. Gezeigt werden im Museum unter anderem zwei Torbogenfragmente, die mit Steinkerbschnittmotiven aus der Renaissancezeit verziert sind. Nach der Burg wurde auch das Museum benannt. Es ist ein Gesamtmuseum für die Gemeinde und den Kulturhistorischen Verein, der auch Träger des Museums ist.

Museumsgebäude

Nicht nur die ausgestellten Exponate, sondern auch das Museumsgebäude selbst ist eine Besonderheit. Es handelt sich nämlich um ein ehemaliges Schultheißenamt und Schulhaus aus dem 18. Jahrhundert. Über der Eingangstür des Hauses auf dem Böhl ist die Zahl 1748 zu lesen, in deren Mitte sich eine Traube befindet.

Im Dachreiter des barocken Krüppelwalmdaches befindet sich eine Glocke mit der Inschrift „Mich goß Benedikt Hamm und Georg Schneidewind in Frankfurt 1749“. Außerdem ist ein Turmuhrenschlagwerk von 1770 Teil des ortsbildprägenden Museumsgebäudes. Ein Stall- und ein Kellergebäude stammen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Das Haus in der Böhlstraße 5 wurde in den 1860er Jahren erweitert. Ab 1939 diente es auch als Gefängnis und beherbergte französische Truppen. Davon zeugt ein Raum, der originalgetreu als Wachzimmer eingerichtet ist – mit Plumsklo und Feldflaschen. Ein Schulzimmer anno 1930 ist ebenfalls vorhanden inklusive der damaligen Schulranzen, Schreibgriffel und Schiefertafeln.

Das Gebäude in der Böhlstraße 5 in Mannweiler-Cölln steht heute unter Denkmalschutz.

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Das Museum befindet sich im Ortskern des Ortsteils Mannweiler. Die kleine Gemeinde Mannweiler-Cölln ist gut über die Bundestraße 48 erreichbar, die direkt durch den Ort führt. Besichtigungstermine für das Museum können nur nach Absprache mit dem Vorsitzenden des Kulturhistorischen Vereins vereinbart werden.

Literaturverzeichnis

  • Ulrike Angne (2007). Küche annodazumal Rockenhausen.
  • Egon Busch (2011). Bauernhaus, Schule, Kapelle und Mietwohnung Rockenhausen.
  • Generaldirektion Kulturelles Erbe (Hrsg.) (2018). Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Donnersbergkreis (Denkmalverzeichnis Donnersbergkreis (27. November 2018). Koblenz.

Quellenangaben

Artikel-Historie

Koordinaten:

49° 41“ 46′ N, 7° 48“ 4′ O

Baustil:

Unbekannt

Datierung:
1979

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