Ehemaliges Städtisches Kurhaus im Schillerhain in Kirchheimbolanden

Das ehemalige Kurhaus im Schillerhain in Kirchheimbolanden nahm 1904 seinen Betrieb auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor das Kurhaus seine eigentliche Bestimmung. Unter anderem diente es zwischenzeitlich als Quartier für alliierte Truppen. 1960 wurde das ehemalige Kurhaus zu einem Hotel umgebaut.

Geschichte

Bedingt durch die Lage am Rande des Donnersbergs kam um 1900 die Idee auf, die Stadt zum Luftkurort zu erheben. 1903 wurde so mit dem Bau eines Kurhauses auf dem Schillerhain begonnen, welches bereits ein Jahr später am 10. Juli 1904 den Betrieb aufnehmen konnte. Zum gleichen Zeitpunkt ließ die BASF in Nachbarschaft ein Erholungsheim errichten.

Zur Pflege der Gartenanlage wurden ein Gärtner und ein Schillerhainwärter angestellt. Später wurden die anfallenden Arbeiten um das Kurhaus von lokalen Gärtnereien übernommen. In im 1905 erschienenen „Führer durch den pfälzischen Luftkurort Kirchheimbolanden und das Gebiet des Donnersbergs“ wurde das Kurhaus für seine vorzügliche Küche gerühmt. Beworben wurden darüber hinaus die unmittelbare Nähe zum Wald, die großartige Fernsicht sowie die von hier ausgehenden Wanderwege. Außerdem war der Musikpavillon in den Sommermonaten Schauplatz für Musikkapellen. In den 1920er Jahren wurden hier jeden Sonntag Kurkonzerte abgehalten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor das Kurhaus seine eigentliche Nutzung (1945). Es diente vorrübergehend als Quartier für alliierte Truppen und danach Mitgliedern der katholischen Lehrerakademie. Nachdem in den 1950er Jahre die Landesfeuerwehrschule Rheinland-Pfalz in den Räumlichkeiten untergebracht war, wurde das ehemalige Kurhaus 1960 zu einem Hotel umgebaut. Die Familie Weinandy und Sickler führten dieses bis 1998.

Anschließend wurde das Parkhotel von Fritz und Ellen Wurster neu eröffnet und zum „Parkhotel Schillerhain“ umbenannt. Das Hotel wurde 2003 um eine Villa mit 17 weiteren Hotelzimmern und einem Tagungsbereich mit 3 Tagungsräumen und 3 Gruppenarbeitsräumen erweitert. Im Jahr 2006 hat Alexander Wurster in der zweiten Generation die Hotelleitung übernommen.

Am 19. Mai 2006 konnte der zum Hotel zugehörige Biergarten am Schillerhain eröffnet werden. 2011 kam der EventGarten, hinzu, der für Hochzeits- oder Familienfeiern zur Verfügung steht. Eine zusätzliche Erweiterung ist die 2015 erbaute Schillerhainer Almhütte. Im gleichen Jahr wurde eine komplette Modernisierung des Hotels vorgenommen und das Gelände um 4500 Quadratmeter erweitert.

 Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Die Parkanlage Schillerhain liegt westlich von Kirchheimbolanden in Richtung Dannenfels und ist am besten vom Stadtzentrum Kirchheimbolandens zu erreichen. Eine Beschilderung weist den Weg zum Park. Der Schillerhain sowie der Wartturm und das Schneckentürmchen sind das ganze Jahr über kostenlos und frei zugänglich. Parkmöglichkeiten sind in der näheren Umgebung des Schillerhains verfügbar.

Literaturverzeichnis

  • Kremb, K. (2001). Der Schillerhain in Kirchheimbolanden. Historische Raumgestaltung und politisch kulturelle Sinnstiftung. Kirchheimbolander Hefte 2. Kirchheimbolanden.

Quellenangaben

Artikel-Historie

Koordinaten:

49° 39“ 39′ N, 8° 0“ 7′ O

Baustil:

Unbekannt

Datierung:
1904

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  • Familiengeeignet

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