Ritterstein „R. F. Wittgenberg“

Alternative Bezeichnungen: Ritterstein Nr. 116

Der Ritterstein „R.F. Wittgenberg“ (Ritterstein Nr. 116) befindet sich circa zwei Kilometer nördlich von Trippstadt. Er liegt am Südwesthang des Hornungstales zwischen dem Quellbachhübel und dem Wittgenberg sowie südwestlich des Candidusbrunnens.

Thematische Einordnung

„R.F. Wittgenberg“ ist ein Ritterstein aus den Kategorien „Eingegangene Siedlungen“ sowie „Forst- und Jagdbetrieb“. Mit den Rittersteinen aus der Kategorie „Eingegangene Siedlungen“ soll an Orte erinnert werden, wo einst Menschen in einsamen Gegenden des Pfälzerwaldes gelebt und gearbeitet haben. Der Ritterstein nennt den Namen und den Ort der Wüstung. Heute sind es meist verlassene oder zerfallene Ruinen mit verwilderten Gärten und Feldern oder sie sind gänzlich verschwunden.

Mit den Rittersteinen aus der Kategorie „Eingegangene Siedlungen“ soll an einstige Waldabteilungen, Hütten, Quellen oder Bäumen im Pfälzerwald erinnert werden, die in Verbindung mit dem Forst- und Jagdbetrieb standen. Die Jagdhäuser wurden von pfälzischen Fürsten und Herren für die Jagdfreude der Jäger errichtet. Neben diesen sind teilweise auch noch Forsthäuser oder deren Ruinen im Wald zu finden.

Spezifische Einordnung

Der Ritterstein „R.F. Wittgenberg“ markiert den Standort des ehemaligen Forsthauses Wittgenberg. Im Jahre 1872 ist hier der 1803 in Weilerbach geborene Förster Benedikt Candidus verstorben. Er entstammte einer bekannten Pfarrer- und Forstbeamtenfamilie. Aufgrund seiner Teilnahme an den revolutionären Aufständen 1848 wurde Candidus von Münchweiler/Rodalb in das Forsthaus Wittgenberg versetzt. Sein Enkelsohn war August Candidus, ein Autor und bekannter Lehrer aus Rhodt. Zu Ehren von Benedikt Candidus, dem letzten Förster im Forsthaus Wittgenberg, errichtete man den Candidusbrunnen, der sich etwas weiter unten im Tal befindet.

Die Quelle am Brunnen, welcher aus Sandsteinen besteht, wurde im Jahr 1894 gefasst und liegt im Hornungstal, welches nach ca. 1,5 km vom Hirschsprungtal nach Süden abzweigt und sich zwischen dem Aschbacher Rücken und dem Wezenberg befindet. Am unteren Ende sind noch weitere Quellen, die das Tal mit Wasser versorgen.

Das Forsthaus Wittgenberg wurde 1832 erbaut. Nachdem die Gienanthschen Waldungen an Bayern übergingen, wurde das Häuschen 1873 stillgelegt und abgebaut.

In dem Artikel „Rittersteine im Pfälzerwald“ erfährst du mehr über die Systematik, Verbreitung und Historie der Rittersteine!

Literaturverzeichnis

  • Eitelmann, Walter / Pfälzerwald-Verein e.V. (Hrsg.) (2005). Rittersteine im Pfälzerwald. Gedenksteine und Inschriften - Eine steinerne Geschichtsschreibung (5. Auflage). Neustadt/Weinstraße.
  • Kurt Knebel (1995). Blätter zur Heimatgeschichte von Trippstadt - Ausgabe 4 ; Weiher und Wooge. Trippstadt.

Artikel-Historie

Koordinaten:

49° 22“ 29′ N, 7° 46“ 15′ O

Baustil:

Unbekannt

Datierung:
Unbekannt

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