Haus Brixius-Kopp in Alsenz

Alternative Bezeichnungen: Steinhauerrundweg Nr. 8, Villa Kopp

Die Sandstein-Villa in der Bahnhofstraße 14 in Alsenz ist ein Werk des bekannten Architekten Paul Wallot (1841-1912), nach dessen Plänen unter anderem auch das Berliner Reichstagsgebäude errichtet wurde.

Geschichte

Paul Wallot war auch in Alsenz planerisch tätig. Er wurde 1841 in Oppenheim geboren. Nach dem Besuch der höheren Gewerbeschule in Darmstadt studierte er Architektur in Hannover und Berlin. 1868 ließ sich Wallot in Frankfurt als selbstständiger Architekt nieder. Im Nordpfälzer Bergland und in Bad Kreuznach plante er einige Bauten. Höhepunkt seiner beruflichen Laufbahn war aber sicherlich die Planung des Berliner Reichstagsgebäudes.

Das Haus in der Bahnhofstraße 14, ein prunkvoller, zweigeschossiger Bau wurde von Wallot im Auftrag des ehemaligen Steinbruchbesitzers Carl Brixius geplant und errichtet. Das Erbauungsjahr 1887 ist im Giebel des Zwerchhauses vermerkt. Die Steinhauerfirma Brixius gehörte zu den größten Unternehmen in Alsenz und lieferte auch Sandsteine zum Bau des Reichstages nach Berlin. Der Alsenzer Sandstein gehörte hinsichtlich seiner Qualität und seiner Haltbarkeit seinerzeit zum Besten auf dem Markt. Aus den Geschäftsbeziehungen Brixius nach Berlin entstand wahrscheinlich der Kontakt zu Wallot, der dann sein planerisches Können in Alsenz umsetzte und somit auch in der Nordpfalz seine architektonischen Spuren hinterlassen hat.

Der 2,5 Kilometer lange Steinhauer-Rundweg, der von der Gemeinde Alsenz zusammen mit dem Historischen Verein der Nordpfalz eingerichtet wurde, führt an einigen historischen Gebäuden aus der Blütezeit des Alsenzer Sandsteinabbaus im 19./20. Jahrhundert vorbei. So auch an der Villa des ehemaligen Steinbruchbesitzers Brixius in der Bahnhofstraße. Ausgangspunkt des Rundweges ist das Pfälzische Steinhauermuseum am Marktplatz.

Baubeschreibung

Die Villa in der Bahnhofstraße 14 ist im Stil der Neorenaissance errichtet. Die Fassade ist im italienischen Stil aufwändig gestaltet und besteht aus rotem Sandstein. Ein weiteres Merkmal ist die horizontale Gliederung der Fassade. Jedes der Geschosse schließt mit einem unterschiedlich gestalteten Fries ab. Die Dachform entspricht einem kubischen Zeltdachbau (entspricht einem Pyramidendach, also einem Dach, das in der Mitte Spitz zusammenläuft und auf einem würfelförmigen Quader sitzt) mit einem Giebel zur Straßenseite.

Außerdem ist zur Straße hin ein Altan angebaut, ein auf drei Säulen gestützter Balkon, dessen Balustrade mit zwei Vasen an den Ecken verziert ist. Das Eingangsportal wird von einem architektonisch ähnlichen Bau überdacht. Hervorzuheben ist auch die Einfriedung zur Bahnhofstraße mit einem kunstvoll gefertigten eisernen Lanzengitterzaun und profilierten Sandsteinpfosten.

Die Neurenaissance-Villa in der Bahnhofstraße 14 ist im Nachrichtlichen Verzeichnis der Kulturdenkmäler Donnersbergkreis wie folgt aufgeführt: „Anspruchsvolle Neurenaissance-Villa, kubischer Zeltdachbau, bez. 1887.“

Das Haus Brixius-Kopp ist eine von Vierzehn Stationen des Steinhauerrundweges in Alsenz.

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Alsenz liegt östlich der Bundesstraße 48 zwischen Rockenhausen und Bad Kreuznach. Die Sandsteinvilla steht in der Bahnhofstraße 14 und kann nur von außen betrachtet werden. Es befinden sich mehrere Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Umgebung und der Alsenzer Bahnhof ist nur wenige Gehminuten entfernt.

 

Literaturverzeichnis

  • Historischer Verein der Nordpfalz (Hrsg.) (1995/2005 ). Dt. Sandsteinpark und Steinhauer-Rundweg. Alsenz .
  • Gemeinde Alsenz (Hrsg.) (1995). Das Pfälzische Steinhauermuseum. Alsenz .
  • Arno Mohr und Eugen Zepp (2012 ). Reichstagsarchitekt war auch in der Nordpfalz tätig (Ausgabe vom 23.08.2012). Alsenz-Obermoschel .
  • Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2018). Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Donnersbergkreis (Denkmalverzeichnis Donnersbergkreis (27. November 2018). Koblenz.
  • OG Alsenz-Obermoschel (2008). Deutscher Sandsteinpark Alsenz - Steinhauerrundweg Alsenz Alsenz.

Quellenangaben

    Artikel-Historie

    Lage:
    Koordinaten:

    49° 43“ 36′ N, 7° 48“ 58′ O

    Datierung:
    1887

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