Ehemaliges königliches Bezirkskommando in Kaiserslautern

Alternative Bezeichnungen: Polizeipräsidium Westpfalz

Das ehemalige Königliche Bezirkskommando stammt vom Architekten Ludwig Ritter von Stempel, der für einige Bauten in Kaiserslautern verantwortlich war. Es diente ursprünglich dem Königreich Bayern, wird allerdings heute als Sitz des Polizeipräsidiums Westpfalz genutzt. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Auf dem Vorplatz des Gebäudes ist ein Kunstwerk zu betrachten, das dem Fußball gewidmet ist.

Geschichte

Für die Entstehung des Gebäudes in der Logenstraße 5 verantwortlich, war der im pfälzischen Grünstadt geborene Architekt Ludwig Ritter von Stempel. Nach seinem Studium in München wurde er 1877 Bauamtassessor beim Landbauamt in Kaiserslautern.1888 wurde er zum Vorstand dieses Amtes und wirkte bis 1897. In dieser Zeit plante und leitete den Bau verschiedenster Gebäude, die auch heute noch das Stadtbild von Kaiserslautern prägen. Hierunter fallen Privatbauten wie zum Beispiel die Villa Munzinger oder die Villa Karcher, auch der Humbergturm entstammt seiner Planung.

Sein Fokus lag jedoch auf Behördenbauten, unter anderem das ehemalige königliche Hauptzollamt (1897), in dem heute das Finanzamt der Stadt seinen Sitz hat und auch das ehemalige königliche Bezirkskommando, das im Jahr 1893 erbaut wurde. Heute dient das Gebäude als Sitz für das Polizeipräsidium Westpfalz. Die Verwaltungsgebäude errichtete von Stempel im Auftrag des Königreichs Bayern, zu dem die Pfalz bis zur Gründung des Landes Rheinland-Pfalz im Jahr 1946 gehörte.

Objektbeschreibung

Bei dem Hauptgebäude des Polizeipräsidiums handelt es sich um einen schlossartigen, zwei- bis dreigeschossigen Mehrflügelbau in neubarockem Baustil. Der Quaderbau mit Walmdach besteht aus dunkel- und hellroten Sandsteinen und die Fassade ist streng symmetrisch gestaltet ganz nach den Merkmalen des Neobarock. Auf westlicher Seite grenzen an das historische Gebäude eine Reihe von modernen Neubauten, die um die Jahrtausendwende zur Erweiterung der behördlichen Anlage entstanden.

Unmittelbar vor dem Gebäude liegt der Philipp-Mees-Platz, der nach einem Widerstandskämpfer zur NS-Zeit benannt ist. Auf dem Platz stand einst ein Bismarckdenkmal, das jedoch im ersten Weltkrieg eingeschmolzen und entfernt wurde. Für dieses Denkmal musste der Albrechtbrunnen weichen, der 1890 an dieser Stelle errichtet wurde.

Heute ist auf dem Vorplatz das Kunstwerk „Fußball ohne Grenzen“ von Christel Lechner, die auch für die Gestaltung des Elf-Freunde-Kreisels zuständig war, zu bewundern. Es wurde anlässlich der Fußball Weltmeisterschaft in Deutschland 2006, bei der Kaiserslautern Austragungsort war, erbaut. Dargestellt sind Fußballer aus Beton in verschiedenen Spielsituationen mit unterschiedlichen Trikots. Die Trikots stammen von den Nationen, die während des Turniers im Fritz-Walter-Stadion spielten: Australien, Japan, Italien, Paraguay, Trinidad & Tobago, Saudi-Arabien, Spanien, USA. Das Kunstwerk hinterlässt den Eindruck eines internationalen Spiels ohne Grenzen.

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Der heutige Sitz des Polizeipräsidiums befindet sich im Süden der Innenstadt an der Kreuzung Logenstraße/Eisenbahnstraße. Die Anlage liegt nur wenige Meter vom Hauptbahnhof Kaiserslautern entfernt. Der Philipp-Mees-Platz schließt sich auf östlicher Seite an.

Literaturverzeichnis

  • Generaldirektion Kulturelles Erbe (2020). Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreisfreie Stadt Kaiserslautern Mainz.
  • Kurt Leppla (1999). Kaiserslautern Gestern und heute - Eine Gegenüberstellung Gudensberg-Gleichen.

Quellenangaben

Artikel-Historie

Koordinaten:

49° 26“ 14′ N, 7° 46“ 16′ O

Baustil:

Unbekannt

Datierung:
1893

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