Protestantische Pfarrkirche in Quirnbach

Die heutige protestantische Kirche in Quirnbach war ein Ersatzbau für ein älteres, baufällig gewordenes Kirchengebäude. Das heutige Gebäude stammt aus dem späten 18. Jahrhundert und ist in seiner ursprünglichen Ausstattung noch größtenteils unverändert, weswegen es heute unter Denkmalschutz steht.

Geschichte

Die Ortsgemeinde Quirnbach war bereits vor der Reformation ein eigener Pfarrort und besaß eine eigene Kirche, die dem heiligen Bartholomäus geweiht war. Der erste evangelische Pfarrer zu Quirnbach, der 1538 erwähnt wurde war Oswald Scherer. Er wurde als „Verseher der Kapell Quirenbach“ betitelt. 1540 kam es zu einer Vereinigung der Pfarrei mit der von Konken und trotz wiederholter Gesuche der Quirnbacher erst 1842 mit einem ständigen Vikar und erst sieben Jahre später mit einem eigenen Pfarrer neu besetzt.

Die heutige Kirche steht dort, wo einst die alte ersetzt wurde. Der alte Baukörper war inzwischen baufällig geworden, daher ersetzte man sie durch einen Neubau, der auf einen Plan des pfalz-zweibrückischen Landbaudirektors Philipp Heinrich Hellermann (1728-1806) für die Kirche in Nohfelden zurückgeht.

Objektbeschreibung

Bei der Kirche handelt es sich um einen schlichten Putzbau, der sich über einem den Hang ausgleichenden Sockelgeschoss aus glatten Quadern erhebt. Der Baukörper hat eine heute überputzte Eckquaderung und umschließt einen gerade geschlossenen Saal.

Die Kirche besitzt hohe, schmale Rundbogenfenster, die die Sandsteingewände umrahmen. Das Dach ist mit biberschwanzförmigen Dachziegeln gedeckt und über dem Chor abgewalmt. Im Norden stößt an eine detaillose Giebelwand, auf der ein verschieferter, quadratischer Dachreiter mit Spitzhelm thront.

Das einzige Element der Fassade ist ein profiliertes und geohrtes Eingangsportal, auf dessen Schlussstein das Erbauungsjahr zu sehen ist. Der Innenraum der Kirche ist flach gedeckt und hat eine weite Kehle. Abgesehen vom Verlust des alten Pfarr- und Presbyterstuhles ist die alte Ausstattung der Kirche im Wesentlichen noch erhalten. An der Ostwand befindet sich heute ein Lutherbild des 19. Jahrhunderts mit der Unterschrift: „Eine feste Burg ist unser Gott“. Dieses Element befand sich zuvor an der Südwand und wurde versetzt. Im Norden ist eine Empore vorhanden, die von zwei geschwellten Säulen getragen wird. Hier steht seit 1872 eine Orgel mit dreiteiligen Prospekt und Rundbogenstellungen.

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Die protestantische Kirche in Quirnbach befindet sich im westlichen Bereich der Gemeinde. Das Gebäude steht traufständig zur Marktstraße, die parallel zur Hauptstraße verläuft. Vor der Kirche kann mit dem Auto geparkt werden.

Literaturverzeichnis

  • Christian Schüler-Beigang, Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (1999). Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz - Band 16 Kreis Kusel Worms.
  • Generaldirektion kulturelles Erbe (2019). Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreis Kusel Mainz.

Quellenangaben

    Artikel-Historie

    Lage:
    Koordinaten:

    49° 28“ 22′ N, 7° 25“ 15′ O

    Baustil:

    Unbekannt

    Datierung:
    1778

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