Katholische Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk in Reipoltskirchen

In der Gemeinde Reipoltskirchen war die erste Kirche vermutlich bereits im achten Jahrhundert vorzufinden. Nachdem diese nicht genügend Kapazität für die wachsende Bevölkerung erwies, entschloss man sich eine neue zu bauen, was zu einem baulichen Desaster führte. Erst 1880 wurde der Grundstein für die Kirche gelegt, die heute das Wahrzeichen des Ortes ausmacht und unter Denkmalschutz steht.

Geschichte

In Reipoltskirchen stand vermutlich bereits im achten Jahrhundert eine Kirche. Die Annahme basiert darauf, dass Richbaldes, der Namensgeber des damaligen Ortes Richbaldeskirchen, als Stifter der ersten Kirche galt. Diese Kirche bestand vermutlich aus Holz, da Steinbauten hauptsächlich reichen Klöstern vorbehalten waren. Im Jahre 1222, in einem Seelbuch der Abtei Prüm, ist erstmals die Rede von einer steinernen romanischen Kirche. Sie bestand aus einem kleinen gedrungenen Saalbau und einem verhältnismäßig großen Turm, der als schönster in der ganzen Umgebung galt, obwohl er lediglich 20 Meter hoch war. Der Chor stand vermutlich gefährlich nah am Abhang des Hügelausläufers, weswegen er stabilisiert werden musste. Der Innenraum war abgesenkt, weswegen es Klagen über Nässe gab. Der bauliche Zustand der Kirche und der mangelnde Platz des lediglich 10 Meter auf 7 Meter großen Innenraums leitete den Bau einer neuen Kirche ein.

Im Februar 1848 wurde mit dem Bau dieser neuen Kirche begonnen. Die Kaufkraft für das Vorhaben erbrachte eine Kollekte aus dem Königreich Bayern, nachdem die pfälzische Linie der Wittelsbacher als bayerische Könige die Pfalz zu ihrem Herrschaftsgebiet erklärten. Die Pläne für den Bau kreierte der Architekt August von Voit aus München (1801-1870), der bereits viele andere Kirchen sowie die Fruchthalle in Kaiserslautern geplant hatte. Der Bau gestaltete sich als anspruchsvoll und das Vorhaben wurde zu einem Desaster. Jedoch nicht wegen der Planung. Vielmehr verursachte die Habgier der Unternehmer und die unzureichende Bauaufsicht der Behörde, dass der bauliche Zustand der Kirche mangelhaft war und sie bereits im August 1876 wegen Baufälligkeit geschlossen werden musste. Sie war nach der Einweihung 1849 also lediglich 27 Jahre geöffnet.

Zwei Jahre später, im Juli 1878, wurde der Grundstein der heutigen Kirche gelegt. Die Pläne von Voigt wurden beibehalten und die Gelder, die ursprünglich für den Turmbau gesammelt wurden, konnten für die Errichtung der neuen Kirche verwendet werden. Dank besserer Überwachung lief der Bau dieser Kirche besser und auch noch heute, fast 150 Jahre nach ihrer Einweihung, befindet sie sich in gutem baulichem Zustand.

Objektbeschreibung

Die katholische Pfarrkirche besitzt einen neugotischen Saal aus gelbem Sandstein. Zu dem Bau gehört ein dreigeschossiger Westturm mit einem eingezogenen, fünfseitigen Chor. Durch das Untergeschoss des Turms gelangt man ins Innere der Kirche, die eine eher moderne Ausstattung genießt.

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Reipoltskirchen gehört der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein an und liegt im Landkreis Kusel. Man erreicht den Ort über die L382, die innerorts zur Hauptstraße wird. Die Kirche ist durch diese Hauptstraße erschlossen und Parkplätze findet man auf der Straße vor dem Gebäude.

Literaturverzeichnis

keine Literaturangaben

Artikel-Historie

Lage:
Koordinaten:

49° 38“ 5′ N, 7° 39“ 44′ O

Baustil:

Unbekannt

Datierung:
1880

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