Buchkammerfels bei Busenberg

Alternative Bezeichnungen: Heidenkammern

Der Buchkammerfels befindet sich im Ausläufer des Heidenbergs, südlich der Burgruine Drachenfels und südöstlich der Gemeinde Busenberg. Es handelt sich um ein besonderes Kulturdenkmal, welches auch unter dem Namen Heidenkammern bekannt ist. Die Entstehung und die Funktion der drei künstlich geschaffenen, unzugänglichen Felskammern ist bis heute nicht genau geklärt. Man nimmt aber an, dass es sich entweder um Vor- bzw. Wachposten der Burg Drachenfels gehandelt haben soll oder die Kammern als Gefängnis der Burg gedient haben sollen.

Geschichte

Der Buchkammerfels auf dem Heidenberg südlich von Busenberg ist ein besonderes Kulturdenkmal, um den sich bis heute viele Geschichten und Sagen ranken. Zudem gibt es fast keine historischen Belge und Hinweise und selbst sein Name ist in den vorhandenen Quellen uneinheitlich. In amtlichen Karten seit dem Jahr 1963 taucht der Name Buchkammer auf. Im Volksmund und in vielen Kletter- und Wanderführer ist der Buchkammerfels unter dem Namen „Heidekammern“ oder „Heidenlöcher“ zu finden, da er auf dem Heideberg liegt. Seine Funktion und Entstehung ist bis heute nicht zu 100 Prozent geklärt und es wurde viel über seinen Zweck spekuliert. In manchen Quellen heißt es, dass die „Heidenkammern“ als Vor- bzw. als Wachposten der Burg Drachenfels, auf Grund der topographischen Gegebenheiten, gedient haben sollen. Andere Quellen gehen davon aus, dass die Kammern als Gefängnis der Burg Drachenfels gedient haben könnten, da der Name „Buchkammer“ auf das Wort „Einbuchten in Kammern“ zurückzuführen ist. Im 17. Jahrhundert sollen die Felskammern als Versteck während des französischen Reunionskriegs genutzt worden sein und im Zweiten Weltkrieg (1939-1945) soll eine militärische Nutzung der Kammern stattgefunden haben.

Objektbeschreibung

Die Buchkammer befindet sich im westlichen Ausläufer des Heidenbergs, südlich der Burgruine Drachenfels und südöstlich der Gemeinde Busenberg. Es handelt sich um künstlich geschaffene, unzugängliche Felskammern in einer senkrecht abfallenden Bergnase. Genauer gesagt handelt es sich um vier rechteckige in den Fels gehauenen Kammern, die durch Gängen verbunden sind. Auf Grund des schmalen Felsens sind die unterschiedlich großen Kammern relativ klein und nur etwa zwei auf drei Meter groß. Die Eingangstür zu diesen Kammern befindet sich auf der Nordseite des Massivs in 7,40 Meter Höhe über dem Waldboden, und somit nicht normal zugänglich. Die Öffnung konnte vom Innenraum, durch zwei Querhölzer, die man in Balkenkanälen einschieben konnte, verschlossen werden. Alle Kammern, außer der östlichen Kammer, besitzen in den Felsen gehauene Fenster in Nord-Süd-Richtung. Spuren im Fels deuten darauf hin, dass diese kleinen Fenster durch Holzläden verschließbar waren. Der östliche Raum besitzt zudem zwei halbrunde Ausbuchtungen an seiner Ost- und Südseite. Im Felsen ist zudem die Jahreszahl 1674 oder 1678 eingelassen.

Der Buchkammerfelsen ist eingetragenes Kulturdenkmal in dem „Nachrichtlichen Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreis Südwestpfalz“ der Generaldirektion Kulturelles Erbe.

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Der Buchkammerfels liegt südöstlich der Gemeinde Busenberg. Von der B427 kommend, fährt man von Busenberg beim Heiligenschrein auf der Betonstraße bis zum Weißensteiner Hof und weiter zum Parkplatz an der Drachenfelshütte. Der Zustieg erfolgt dann vom Parkplatz nach Süden aus und dann dem Pfad noch Osten folgen. Nach 1,3 Kilometer erreicht man den Felsen. Von dort bietet sich ein schöner Ausblick über den Pfälzer Wald und zur Burg Drachenfels.

Literaturverzeichnis

  • Keddigkeit, Jürgen; Burkhart, Ulrich; Übel, Rolf (Hrsg.) Institut für Pfälzische Geschichte und Volkskunde (Hrsg.) (2007). Pfälzisches Burgenlexikon. Band 2 Kaiserslautern.
  • RHEINPFALZ Redaktion (2017). Mittelalterliches Gefängnis an Buchkammer? Die Rheinpfalz.

Quellenangaben

Artikel-Historie

Koordinaten:

49° 6“ 59′ N, 7° 49“ 47′ O

Epoche:

Unbekannt

Baustil:

Unbekannt

Datierung:
Unbekannt

Kategorie:

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