Jungfernsprung bei Dahn

Der Jungfernsprung ist ein etwa 70 Meter hoher, steiler Sandsteinfelsen des südwestpfälzischen Luftkurortes Dahn. Auf dessen höchstem Punkt in 280 Metern über NN steht ein Gipfelkreuz. Der Felsen ist ein Wahrzeichen der Stadt Dahn und liegt im westlichen Teil eines Höhenzuges der Dahn in einen nordwestlichen und einen größeren südöstlichen Teil trennt.
Mit dem Felsen wird eine bekannte pfälzische Sage von einem Mädchen, das auf ihrer Flucht vor einem Ritter vom Felsen springt und diesen Sprung völlig unbeschadet überlebt verbunden.

Geologie

Der Jungfernsprung ist eine Sandsteinformation, wie sie im Wasgau und dem Nordteil der Vogesen vielfach zu finden sind. Auf Grund der Häufung solcher Formationen ist die Gegend auch unter dem Begriff Dahner Felsenland bekannt. Die oberste Gesteinsschicht der Sandsteinformation des Jungfernsprungs besteht aus härterem Gestein, das der Erosion stärker widerstanden hat, als das umgebende weichere Material des restlichen Höhenzuges. Die West- und Nordseite des Felsens sind schroff und steil, die Ost- und Südseite fallen dagegen flacher und leicht treppenartig in das Tal der Wieslauter ab. 

Die Sage

Die bekannteste Version der Sage um den Jungfernsprung stammt von August Becker aus dem Jahr 1857, in der es wie folgt heißt:

Vor langer Zeit ging eine Jungfrau tief in den Dahner Wald hinein, um Beeren zu pflücken. Auf ihrem Weg trat plötzlich ein Mann aus dem Dickicht. Angeblich handelte es sich dabei um den Raubritter Hans Trapp (um 1450-1503) von der Burg Berwartstein, der der Jungfrau ihre Unschuld nehmen wollte. Die junge Frau hob ihren weiten Rock und floh vor ihrem Verfolger, doch der kam ihr immer näher. In ihrer Panik achtete sie nicht auf ihren Weg und so kam es, dass sie auf einmal an der vorspringenden Ecke des Felsens hoch über der Stadt Dahn stand. Ohne lange zu überlegen stürzte sich die Jungfrau den Abgrund hinunter. Und dann geschah das Wunder: Ihr weiter Rock bauschte sich im Fall auf, sodass er sie wie mit einem Schirm ins Tal hinab schweben ließ. So geschah es, dass die Jungfrau den Sprung in die Tiefe völlig unbeschadet überlebte. An der Stelle, an der ihr Fuß zuerst wieder den Boden berührte, sprudelt seitdem eine Quelle.

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Der Jungfernsprung ist von Nordosten über den Premiumwanderweg Felsenland-Sagenweg erreichbar. Im Sommer ist der Felsen unter anderem auch regelmäßiges Ziel von Sportkletterern. Der Franz-Seiler-Gedächtnisweg weist einen außergewöhnlich hohen Schwierigkeitsgrad auf und führt durch die senkrechte Talwand.

Literaturverzeichnis

  • Pauk Henry Jones (o.J.). Der Jungfernsprung. In: Sagen & Mythen – Rheinland und Pfalz – Teil 1. S. 21-24 o.O.

Quellenangaben

Artikel-Historie

Koordinaten:

49° 9“ 11′ N, 7° 46“ 26′ O

Epoche:

Unbekannt

Baustil:

Unbekannt

Datierung:
Unbekannt

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