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Husarenbrunnen bei Baalborn

Der Husarenbrunnen steht auf dem Gebiet der einst selbstständigen Gemeinde Baalborn. Er ist mittig zwischen Rohrbach und dem Drehenthalerhof gelegen. Um das Naturdenkmal und seinen Namen ranken sich mehrere Sagen und Geschichten. Zu seinem Namen kam der Brunnen, da Soldaten ihre Pferde an der Stelle des Brunnens tränkten und nach einer Befragung antworteten: “Wir sind Husaren!“. In den 1990er Jahren wurde die Quellfassung im Auftrag der Gemeinde Mehlingen, zu welcher Baalborn seit dem Jahr 1969 gehört, hergerichtet.

Geschichte

Rund um den Husarenbrunnen existieren verschiedenste Erzählungen. Eine stammt von dem Otterberger Autor Hermann Karch (1904-1988). Hiernach soll in einer stürmischen und verregneten Nacht ein Reiter in das Wartenbergertal eingeritten sein. An einer Stelle blieb das Pferd stehen und weigerte sich weiterzugehen. Nach mehreren erfolglosen Versuchen das Pferd anzutreiben, soll der Reiter seine Sporen eingesetzt und das Pferd angetrieben haben. Dieses sprang in einem weiten Satz über einen Felsen woraufhin das Reiterpaar im dahinterliegenden Sumpf landete und ertrank. Ähnliches hat sich laut Autor Viktor Carl (1925-2007) zugetragen. In seiner Erzählung hat sich ein Mädchen im Wald auf die Suche nach Heidelbeeren gemacht und stieß auf einen Reiter, der sie begehrlich betrachtete. Sie floh vor ihm bis dem Reiter ein Sumpfstück in die Quere kam. Bei dem Versuch darüber zu springen, ereilte ihn das gleiche Schicksal wie den Reiter in Karchs Geschichte. Viele Jahre später sollen Otterberger Mönche beim Anlegen ihrer Fischweihern im Tal auf den Brunnen gestoßen sein, in dem klares Quellwasser sprudelte. Dabei  sollte es sich um die Stelle gehandelt haben, an der Reiter und Pferd aus den Geschichten verschwunden waren.

Seinen Namen erhielt der Brunnen durch eine Truppe berittener Soldaten, die sich gegenüber Jungen aus der Umgebung als Husaren ausgaben. Diese ließen ihre Pferde aus dem Brunnen trinken und rasteten an Ort und Stelle. Seit dieser Zeit soll der Brunnen „Husarenbrunnen“ geheißen haben. Ursprünglich soll der Brunnen jedoch Saubuckelbrunnen geheißen haben und nach dem Namen des Ackergeländes, dem Saubuckel, benannt worden sein. Die Quellanlage wurde in den 1990er Jahren von den beiden Familien Hart und Ludwig aus Queidersbach im Auftrag der Gemeinde Mehlingen für insgesamt 48.000 Mark hergerichtet. Neben der Brunnenanlage wurde Ende der 1950er/Anfang der 1960er Jahre vom damaligen Jagdpächter Lothar Schwalb eine Jagdhütte erbaut. Diese wurde im Jahr 2002 durch den Förster Albert Stierhof übernommen und von der „Schwalb’schen“ in die „Förster“ Hütte umbenannt.

Objektbeschreibung

Bei dem Husarenbrunnen handelt es sich um einen Schachtbrunnen, der in eine von Bruchsteinmauerwerk eingerahmte Brunnenanlage eingebettet ist. Als Quellfassung dient ein Sandsteintrog, von welchem das Wasser durch eine Überlaufkerbe abfließen kann. Durch eine gepflasterte Rinne plätschert das Wasser in einen Tümpel, der in den Lanzenbach abfließt. Einen Zugang zur Quelle schafft eine Treppe aus Sandsteinblöcken. Angrenzend an den Brunnen findet sich ein Findlings-Felsen, in den die Wappen der Gemeinden Baalborn und Wartenberg eingemeißelt sind. Eine Besonderheit der Brunnenanlage ist das Vorherrschen des Sachalin-Knöterichs. Dabei handelt es sich um eine bis zu vier Meter hoch wachsende, großblättrige Pflanze. Wie der aus Asien stammende Neophyt zum Brunnen gelangt ist, bleibt unbekannt.

Der Husarenbrunnen ist ein eingetragenes Naturdenkmal der Gemeinde Mehlingen.

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Der Husarenbrunnen befindet sich nördlich von Baalborn, einem Ortsteil von Mehlingen. Er liegt im Nordosten des Lanzenbrunner Weihers, mittig zwischen Rohrbach und dem Drehenthalerhof im Wartenbergtal. Am Husarenbrunnen führt der 41 Kilometer lange Rundwanderweg „Hinkelsteinweg“ vorbei. Dieser ist einmal jährlich Austragungsort für den Hinkelstein-Wandermarathon.

Literaturverzeichnis

  • Rubel, Hartmut (2003). Der Husarenbrunnen. Kreisverwaltung Kaiserslautern: Heimatjahrbuch des Landkreises Kaiserslautern 2003.
  • Maier, Winfried (2020). Wo einst Husaren ihre Pferde tränkten. Die Rheinpfalz.

Quellenangaben

Artikel-Historie

Koordinaten:

49° 31“ 9′ N, 7° 49“ 42′ O

Epoche:

Unbekannt

Baustil:

Unbekannt

Datierung:
Unbekannt

Kategorie:

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