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Katholische Pfarrkirche Mariä Heimsuchung in Kindsbach

Die katholische Kirche Mariä Heimsuchung in Kindsbach wurde 1911/12 erbaut. Zuvor nutzten die Katholiken eine Wallfahrtskapelle, die bereits Anfang des 19. Jahrhunderts um ein Langhaus erweitert wurde. Doch auch diese Pfarrkirche wurde bald zu klein, sodass ein größerer Neubau errichtet wurde. Der königlich-bayerische Architekt Rudolf von Pérignon entwarf diese Kirche.

Geschichte

Im Mittelalter gehörte der Ort zunächst zur Pfarrei Horbach, war danach nach Landstuhl eingepfarrt und wurde von dort durch einen Frühmesser kirchlich betreut. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts erhielt Kindsbach eine kleine Kapelle „Zu unserer lieben Frau“, die von den Brüdern Graf Ferdinand, Damian Josef und Heinrich Wilhelm von Sickingen in Auftrag gegeben wurde.

Die Wallfahrtskapelle wurde 1803 durch ein Langhaus erweitert und diente der Gemeinde über hundert Jahre als Pfarrkirche. 1911/12 baute Rudolf von Pérignon, königlicher Architekt aus Würzburg, das jetzige Gotteshaus; die frühere Kapelle wurde 1916 abgerissen. Wie der damalige Dekan Lauer bereits 1883 an das Bischöfliche Ordinariat in Speyer berichtet hatte, war der vorhandene Raum bei 750 Einwohnern des Dorfes äußerst beschränkt.

Das Ordinariat befürwortete den Bau und gewährte einen namhaften Zuschuss. Die Kindsbacher Gemeindeglieder trugen durch Opfer und Sammlungen wesentlich dazu bei, dass die reine Bausumme von 94 000 Mark zusammenkam. Die neue Kirche wurde unter dem Namen „Mariä Heimsuchung“ der Gottesmutter geweiht. Es handelte sich um einen dreischiffigen Bau im Stil der Neuromanik, mit einem Spitzturm und gleichfalls neuromanischer Einrichtung. Am 15. Juni 1916 wurde Kindsbach zur selbständigen Pfarrei erhoben.

Ausstattung

Um das Jahr 1704 schenkte der französische Oberleutnant Riot, der während des Spanischen Erbfolgekrieges (1701-1714) auf der Durchreise war, der Vorgängerkapelle eine Kopie des Gnadenbildes der Madonna von Pötsch in Ungarn, dessen Original sich im Stefansdom zu Wien befindet. Das Gnadenbild, ein Ölgemälde der Muttergottes auf Leinwand, das auf ein byzantinisches Vorbild zurückgeht, wurde von den Gläubigen der Umgebung auf Wallfahrten verehrt und ist als bemerkenswertes Zeugnis sakraler Kunst auch in der heutigen Kirche zu sehen.

Neben dem Gnadenbild ist auf das mächtige Chorkreuz hinzuweisen, das 1929 nach Plänen des Münchner Künstlers Walter Resch schließlich von Eugen Mayer-Fassold in seiner heutigen Form angefertigt wurde. Es war zunächst zwischen Altarraum und Kirchenschiff aufgehängt, fand zeitweilig seinen Platz an der äußeren Ostseite der Kirche und ist seit 1992 über dem Sakramentsaltar angebracht.

Zu den weiteren Kunstwerken, die die Innenansicht prägen, zählen auf der rechten Seite ein Kreuzweg in Holzarbeit, auf der linken eine Immaculata, ein Josef-Standbild sowie eine symbolische Darstellung der vier Evangelisten. Das einstige Wallfahrtskirchlein bildet in der Gestalt der jetzigen Kirche den weithin sichtbaren Mittelpunkt des Dorfes.

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Die katholische Kirche steht am westlichen Ortsrand der Ortsgemeinde Kindsbach im Landkreis Kaiserslautern. Kindsbach ist an die Bahnstrecke zwischen Kaiserlautern und Homburg angebunden. Der Bahnhof befindet sich zur Kirche in fußläufiger Erreichbarkeit.

(Karlheinz Schauder, 2006-2010)

Literaturverzeichnis

  • Schauder, Karlheinz (2006-2010). Serie "Dorf- und Stadtkirchen im Landkreis Kaiserslautern". Erschienen in der "Rheinpfalz". o.O.

Quellenangaben

    Artikel-Historie

    Lage:
    Koordinaten:

    49° 25“ 1′ N, 7° 36“ 46′ O

    Datierung:
    1911/12

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