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Kneispermühle bei Maßweiler

Alternative Bezeichnungen: Bannmühle; Kneysvilere, Kneysviler oder Kneysweiler Mühle

Die Kneispermühle in Maßweiler wurde erstmals im Jahr 1440 als Bannmühle erwähnt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Mühle zerstört und 1701 wieder aufgebaut. Die denkmalgeschützte Getreidemühle wird heute als Waldgaststätte genutzt und ist Treffpunkt für Wanderer sowie Fahrrad- und Motorradfahrer. Der Wasserzweckverband Sickingerhöhe-Wallhalbtal betreibt auf der Kneispermühle eine Turbine, mit welcher das Wasser der Wallhalb über eine Distanz von 160 Höhenmetern zum nächsten Hochbehälter transportiert wird.

Geschichte

Die Geschichte der Kneispermühle beginnt im 15. Jahrhundert, wobei die Mühle erstmals im Jahr 1440 geschichtlich erwähnt wird. Zu dieser Zeit stellte die Getreidemühle eine herrschaftliche Bannmühle für die Gemeinden Maßweiler, Oberhausen, Schmitshausen und Reifenberg dar. Das Bannrecht zwang die Bewohner ihr Getreide bei einer bestimmten Mühle, in diesem Fall bei der Kneispermühle, mahlen zu lassen. Die Kneispermühle wurde während des Dreißigjährigen Krieges (1618 – 1648) zerstört und rund 50 Jahre nach Kriegsende, im Jahr 1701, vom Herschberger Bürger Hans Neeßmann wieder aufgebaut. Nachdem die Kneispermühle in den folgenden Jahrzehnten mehrfach weiterverkauft wurde, öffnete im Jahr 1744 die Katzenmühle in Oberhausen, was zu einem großen Streit zwischen den Müllern führte. Der Müller der Kneispermühle fürchtete um den Verlust seiner Kunden aus Oberhausen. Erst im Jahr 1751 wurde der Streit durch die Verabschiedung eines herzoglichen Erlasses beigelegt. Demnach mussten die Oberhausener Bürger ihr Getreide im Sommer in der Kneispermühle mahlen lassen. Während der französischen Revolution (1789 – 1799) wurde der Mühlenzwang endgültig aufgehoben. Bis heute wechselte die Mahlmühle noch einige Male ihren Besitzer und befindet sich seit dem Jahr 1953 im Besitz der Familie Hartmann (ehemals Brenner und Schröter). Heutzutage wird die Mühle als Waldgaststätte mit Biergarten und Gästezimmern genutzt. Beibehalten wurde die seit rund 50 Jahren bestehende Tradition des wöchentlichen Schlachtfestes.

Zwischenzeitlich befand sich die Mühle im Besitz der Wassergenossenschaft Schmitshausen, welche die Mahlmühle zur Pumpstation umbauen ließ. Mittlerweile betreibt der Wasserzweckverband Sickingerhöhe-Wallhalbtal auf der Kneispermühle eine Turbine, welche mittels Wasserkraft das Wasser der Wallhalb über eine Strecke von circa 160 Höhenmetern zum nächstgelegenen Hochbehälter befördert.

Baubeschreibung

Die denkmalgeschützte Kneispermühle besteht aus einem Gebäudeensemble mit Walmdach beziehungsweise Krüppelwalmdach, in welchem insgesamt elf Gästezimmer untergebracht sind. Daneben dient das Anwesen zum Betrieb einer Waldgaststätte samt Biergarten. Ein Erinnerungsstück an die aktiven Zeiten der Mühle wurde im Jahr 2021 vor dem Rathaus in Wallhalben aufgestellt. Die fast 100 Jahre alte Wasserpumpe, welche zwischen 1926 und 1986 genutzt wurde, versetzt den Betrachter in die aktiven Jahre der Mühle zurück. Die Pumpe förderte etwa vier Liter Wasser pro Sekunde und wurde zur Ausstellung handwerklich aufgearbeitet, restauriert und mit einem Schutzdach versehen. Hervorzuheben sind auch die zwei einbogigen Straßenbrücken aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Die Kneispermühle ist ein eingetragenes Kulturdenkmal im „Nachrichtlichen Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreis Südwestpfalz“ der Generaldirektion Kulturelles Erbe.

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Der Gebäudekomplex der Kneispermühle kann in direkter Nähe zur Landstraße 475 zwischen den beiden Gemeinden Herschberg und Maßweiler verortet werden. Die Mühle steht auf dem Gemeindegebiet von Maßweiler innerhalb der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen. Daneben liegt das Anwesen der Kneispermühle im Wald des Wallhalbtales, unmittelbar am Mühlenwanderweg, in rund drei Kilometer Entfernung zur Gemeinde Wallhalben.

Literaturverzeichnis

  • Weber, Michaela (2021). Es klappert die Mühle… PZ Landkreis Südwestpfalz.
  • Daum, Andrea (2021). Neue Anlage soll bis zu 10 000 Kubikmeter Trinkwasser sparen. Die RHEINPFALZ.

Artikel-Historie

Koordinaten:

49° 17“ 30′ N, 7° 32“ 7′ O

Epoche:

Unbekannt

Baustil:

Unbekannt

Datierung:
15. Jahrhundert

Schlagworte:

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