Stelzenberger Wasserwerk

Das stillgelegte Stelzenberger Wasserwerk wurde 1934 errichtet und diente bis in die 1970er Jahre der Gemeinde Stelzenberg als Wasserversorgungsanlage. Es befindet sich in der Nähe der Eisenschmelz im Karlstal, an der Kreuzung mit der K55 in Richtung Stelzenberg. Das Werk ist immer noch funktionstüchtig und dient als Notbehelf.

Geschichte

Das Stelzenberger Wasserwerk liegt beim Annex „Eisenschmelz“ und ist das jüngste Wassertriebwerk an der Moosalbe. Das Wasserwerk liegt dicht unterhalb der Brücke über der Moosalbe, der die Pionierwege im Finsterbrunnerwald mit der Talstraße verbindet. Hierbei ist von der Brücke zu erkennen, dass sich auf der rechten Seite der Quellsammelschacht befindet und gegenüber am Hang der eingezäunte Quellbereich.

Dieses Wasserwerk war nicht die erste maschinengetriebene Wasserversorgungsanlage, welche den Ort Stelzenberg versorgte. Früher deckte das ältere Trippstadter Wasserwerk am Oberhammer den Wasserbedarf. Hausanschlüsse entstanden ab dem Jahr 1900 nach und nach in Stelzenberg. Jedoch brach die Versorgung bei höherem Verbrauch und aufgrund des ungenügenden Rohrnetzes immer öfter zusammen. Dementsprechend folgte ein langer Planungsweg um die richtige Quelle auszuwählen. Schließlich wurde nach einem Gutachten des Wasserversorgungsamtes in München im Jahr 1933 beschlossen Stelzenberg durch die Erbauung einer Wasserleitung von der Eisenschmelz zum Wasserreservoir zu versorgen. Im Jahr 1934 folgte der Beschluss über den Bau der Wasserleitung. Anschließend wurde 1935 eine Turbine mit Kolbenpumpe der „Zschocke Werke Kaiserslautern“ eingebaut, welche heute noch im Wasserwerk steht, aber unbrauchbar ist. Seit dem Defekt der Kolbenpumpe arbeitet eine elektrische Pumpe alleine, welche zur gleichen Zeit installiert wurde. Im Durschnitt wurden im Jahr hier 30.000 m³ Wasser für die Versorgung Stelzenbergs entnommen.

Durch die Modernisierung am oberen Hammer, nachdem die Zuständigkeit für die Wasserversorgung auf die Verbandsgemeinde Kaiserslautern-Süd überging, bei welchem stärkere elektrische Pumpen eingebaut wurden, kam Stelzenberg wieder ans Trippstadter Netz. In Stelzenberg wurden hierfür auch stärkere Hochbehälter installiert. Seit 1972 wird das Stelzenberger Wasserwerk als Notbehelf betriebsbereit gehalten und ist noch voll funktionsfähig. 

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Das Wasserwerk liegt beim Annex „Eisenschmelz“ der Gemeinde Stelzenberg und befindet sich etwa 1,5 Kilometer südlich der Ortsmitte. Die Eisenschmelz  liegt dabei an der Kreuzung der L500 und der K55, welche nach Stelzenberg führt. Das Wasserwerk befindet sich an der Moosalbe, die südlich der Eisenschmelz fließt. Zudem ist das Stelzenberger Wasserwerk gut vom Eisenhüttenweg im Karlstal zu sehen. Es befinden sich zudem eine Brücke zum Überqueren der Moosalbe an der Eisenschmelz, an der das Wasserwerk liegt sowie ein Parkplatz.

Literaturverzeichnis

  • Kurt Knebel (2000). Blätter zur Heimatgeschichte von Trippstadt - Ausgabe 19. Trippstadt.

Artikel-Historie

Koordinaten:

49° 22“ 5′ N, 7° 43“ 28′ O

Baustil:

Unbekannt

Datierung:
1934

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