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Kloster Hane in Bolanden

Das Kloster wurde 1120 von Werner I. von Bolanden für Augustiner-Chorherren gegründet. Nach dessen Tot siedelten sich auch Augustinnen dort an, die ab Mitte des 12. Jahrhunderts das Kloster allein bewohnten. 1565 löste sich das Kloster im Rahmen der Reformationszeit auf.

Geschichte

Werner I. von Bolanden gründete vermutlich 1120 das Kloster für Augustiner-Chorherren. Er war Stammvater des mächtigen Reichsministerialgeschlechts von Bolanden, Stifter und Schenker des Klosters an den Bischofsstuhl von Mainz im Jahre 1129. Dieses Bistum errichtete in Bolanden eine Klosterkirche in romanischem Stil, von der heute nur noch Mauerreste und Fundamente erhalten sind.

Nach dem Tod von Werner I. im Jahr 1135 siedelten sich Augustinerinnen an und das Kloster entwickelte sich zu einem Doppelkloster, nämlich einem Kloster für Männer und Frauen. 25 Jahre später zogen die Prämonstratenserinnen in das Kloster in Rodenkirchen um, welches extra für sie errichtet wurde, aber welches sie schon kurz darauf wieder mit den Mönchen in Bolanden tauschten. Das Kloster in Bolanden war von nun an ein reines Frauenkloster und trug den Namen „Hane“. Papst Lucius II. sowie der Erzbischof Conrad von Mainz bestätigten diesen Tausch und stellten das Kloster mit seinen Besitzungen unter den besonderen Schutz des Reiches. Das Kloster wuchs schnell an – man musste 1250 sogar eine Obergrenze von 50 Nonnen einführen. Von den einst 50 Nonnen, die in Hane tätig waren, waren 1521 lediglich noch acht Nonnen übrig.

Der Bauernkrieg in der Pfalz (1525) hatte zur Folge, dass 1525 das Kloster sowie die Burg Neu-Bolanden zerstört wurden. Das Kloster versuchte sich hiervon zu erholen und es kam tatsächlich zu einem kurzzeitigen, erneuten Aufblühen. Doch kurz darauf folgte die Zeit der Säkularisation sowie der Reformation, weshalb das Kloster Hane 1564 aufgelöst wurde. Im Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) wurde das Kloster erneut baulich beschädigt.

Ende des 17. Jahrhunderts wurde das Dorf Bolanden inklusive der Burg Neu-Bolanden und dem Kloster von den Franzosen niedergebrannt. Anfang des 18. Jahrhunderts gelangte das Kloster mit allen Besitztümern in die Hände des Grafen von Nassau-Weilburg. Dieser ließ die Kirche in einen Vorratsspeicher umbauen.

Nach der Französischen Revolution wurde die Pfalz 1815 mit dem Königreich Bayern vereinigt, wodurch das Kloster in bayerisches Staatseigentum überging. Kurze Zeit später wurde es zu Privatbesitz.

Baubeschreibung

Das Hauptaugenmerk der Klosteranlage bildete die Klosterkirche, die einst eine mächtige romanische Basilika war. Die Gesamtlänge betrug 46 Meter, die Gesamtbreite des Langhauses 15 Meter (inklusive Querhaus 28 Meter). Im 15. Jahrhundert baute man die einst romanisch erbaute Klosterkirche im gotischen Stil um. So wurde aus der einst dreischiffigen Kirche ein zweischiffiges Langhaus. Heute kann man demnach in dem relativ kleinen Kirchenraum noch Elemente aus den Bauepochen der Romanik und Gotik finden. Durch die Zerstörungen im 17. Jahrhundert wurde die Kirche nur noch als einschiffige Hallenkirche wieder aufgebaut.

Der Park, der heute nördlich an die Kirche anschließt, war einst ein Friedhof.

Renovierung und Erhaltung

Von der einst dreischiffigen Kirche sind heute nur noch das Mittelschiff und das nördliche Seitenschiff erhalten geblieben. 1970 wurde der Chor angebaut. Die südlich der Kirche befindlichen Klostergebäude sind größtenteils erhalten und werden im Privatbesitz als Wohnraum verwendet.

Im 20. Jahrhundert wurden an der Klosterkirche umfangreiche Sanierungsarbeiten unternommen. Die Kirche wurde ausgeräumt, der ehemalige Friedhof in einen Park umgewandelt und umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen betrieben. Heute dient die Kirche als Schauplatz für Konzerte und Feste.

Der Bolander Heimatverein e. V. hat sich der Verantwortung um das kulturelle Erbe (Kloster und Burg) in Bolanden versprochen. Das Objekt „Hane“ in Bolanden ist ein eingetragenes Kulturdenkmal.

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Das Kloster Hane liegt am nordöstlichen Ortsrand der Gemeinde Bolanden im Donnersbergkreis. Im Nachbarort Kirchheimbolanden befindet sich die Zufahrt zur A63. Das Kloster ist am besten per PKW erreichbar.

Literaturverzeichnis

  • Keddigkeit, Jürgen et al. (2015). Pfälzisches Klosterlexikon. Handbuch der pfälzischen Klöster, Stifte und Kommenden. Band 3. Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde. Kaiserslautern Kaiserslautern.
  • Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2017). Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler. Koblenz.

Quellenangaben

Artikel-Historie

Koordinaten:

49° 38“ 37′ N, 8° 0“ 50′ O

Datierung:
1120

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  • Barrierefreiheit
  • Parkplatz
  • Familiengeeignet

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