Katholische Kirche St. Josef in Waldleiningen

Die katholische Kirche in Waldleiningen ist dem Heiligen Josef geweiht. Sie wurde 1953 erbaut und noch im gleichen Jahr eingeweiht. Merkmal des Kirchengebäudes ist der 16 Meter hohe Turm.

Geschichte

Der Weg zum eigenen Gotteshaus war in mehr als einer Hinsicht lang und beschwerlich. Die kleine katholische Gemeinde gehörte ab 1791 als Filiale zur Pfarrei Hochspeyer; zur Heiligen Messe mussten die Gläubigen die sieben Kilometer zum Nachbarort zurücklegen. 1904 gründete man deshalb einen Kapellenbauverein, dessen Bemühungen aber durch den Ersten Weltkrieg (1914-1918) und die Inflationszeit zunichtewurden. 1927 konnte in einem Privathaus eine Notkirche eingerichtet werden, in der einige Patres aus Kaiserslautern die Gottesdienste hielten.

1932 schenkte Katharina Merkel der Kirche ein Grundstück, das aber erst zwei Jahrzehnte später genutzt werden konnte. Die Kirchenstiftung entschloss sich, den Entwurf des Architekten Straub und die Pläne des Architekten Leidner zu verwirklichen. Neben dem Zuschuss der Diözese von rund 80 000 DM trugen die katholischen Gemeindeglieder mit Haussammlungen und zahlreichen Helferstunden zum Gelingen des lang gehegten Vorhabens bei.

Das Gotteshaus, das dem Heiligen Josef, dem Vorbild und Patron der Arbeiter und Handwerker gewidmet ist, wurde 1953 erbaut und im Dezember des gleichen Jahres von Bischof Dr. Isidor Markus Emanuel konsekriert.

Baubeschreibung

Der Bau imponiert durch einen gewaltigen, 16 Meter hohen Turm, der wie das Kirchenschiff aus gehauenen roten Sandsteinen besteht. Das sakrale Gebäude hat drei Fensterachsen, deren Öffnungen rechteckig abschließen. Über dem rundbogigen Eingang, der durch den Turm führt, grüßt ein Steinrelief des Heiligen Josef den Besucher.

Der Innenraum weist einen Celebrationsaltar auf, der von dem Speyerer Künstler Günther Zeuner entworfen wurde. Links und rechts vom Chorraum stehen die Statuen der Muttergottes mit dem segnenden Jesuskind und des Schutzpatrons der Kirche. Beide Figuren wurden von der Firma Oskar Müller in Würzburg geliefert Zur Ausstattung gehört neben einem kunstvollen Tabernakel und einem Hängekreuz über dem Altar auch ein eindrucksvoller Kreuzweg mit holzgeschnitzten Stationen.

Das Gotteshaus bietet im Schiff 80, auf der Empore 15 Sitzplätze; in der Unterkirche steht ein Jugendraum zur Verfügung. 1955 konnte die Filialgemeinde zwei gebrauchte Glocken von Neidenfels erwerben und ihr bisheriges Geläute an eine andere Kirche abgeben. 1997 wurde das bis dahin verwendete Hamonium durch eine elektrische Orgel ersetzt.

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Die Kirche steht an der Kreuzung der Lauter- und Hauptstraße inmitten des Ortes Waldleiningen. Sie liegt nur wenige Meter südlich der protestantischen Kirche. Waldleiningen ist eine Ortsgemeinde der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn und liegt südöstlich von Kaiserslautern.

(Karlheinz Schauder, 2006-2010)

Literaturverzeichnis

  • Schauder, Karlheinz (2006-2010). Serie "Dorf- und Stadtkirchen im Landkreis Kaiserslautern". Erschienen in der "Rheinpfalz". o.O.

Quellenangaben

    Artikel-Historie

    Koordinaten:

    49° 23“ 51′ N, 7° 53“ 5′ O

    Baustil:

    Unbekannt

    Datierung:
    1953

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