Protestantische Kirche in Bruchmühlbach

Die protestantische Kirche in Bruchmühlbach wurde im Jahr 1976 eingeweiht. Es handelt sich bei dem Gebäude nicht nur um eine Kirche, sondern um ein Gemeindezentrum. Im Gottesdienstraum sitzt man somit auch nicht auf Bänken, sondern auf Stühlen. So kann der Raum auch noch für andere Veranstaltungen genutzt werden.

Geschichte

Unmittelbar nach der Reformation (1517-1648) war Mühlbach ein lutherischer Pfarrsitz, nach 1588 eine Filiale der Pfarrei Lambsborn, von 1790 an eine Tochtergemeinde von Bundenbach. 1965 wurde schließlich in Bruchmühlbach eine protestantische Pfarrei zusammen mit Hauptstuhl und Vogelbach errichtet.

Der Weg zu einem eigenen Gotteshaus war lang und schwierig. 1958 gründeten die Gemeindeglieder einen Kirchenbauverein, 1966 führte man einen Bauwettbewerb durch, der jedoch nicht das erhoffte Ergebnis brachte. Fast ein Jahrzehnt später nahm sich die Bauabteilung beim Landeskirchenrat unter Günther Memmert der Sache an und legte einen geeigneten Entwurf vor. Der Bruchmühlbacher Architekt Reinhold Teske arbeitete die Werk- und Detailpläne aus und übernahm auch die örtliche Bauleitung.

Mit dem Bau wurde im Dezember 1974 begonnen, im März darauf folgte die feierliche Grundsteinlegung. Als am 1. August 1976 das Gotteshaus eingeweiht wurde, war damit ein langgehegter Wunsch der evangelischen Gemeinde erfüllt, die zu diesem Zeitpunkt 1056 Seelen zählte.

Baubeschreibung

Das Gebäude ist als Gemeindezentrum konzipiert, als moderner Kirchenbau mit Mehrzweckräumen. Der Gottesdienstraum ist daher mit Stühlen ausgestattet, so dass er mit dem durch Schiebeelementen abgeteilten Nebenraum auch für größere Veranstaltungen der Gemeinde genutzt werden kann. Im Untergeschoß stehen zwei Gruppenräume für die Jugendarbeit und die Erwachsenenbildung zur Verfügung. Im Lauf der Zeit erhielt die Kirche auch einen freistehenden Turm, der drei Glocken trägt. Ebenso wurde eine Orgel angeschafft, die den Gottesdienst und den Gemeindegesang begleitet.

Man betritt das Gotteshaus von der Südseite durch ein überaus künstlerisch gestaltetes Portal, das Anneliese Welker-Stahel geschaffen hat. In dem Giebelfeld über der Tür ist ein Relief aus Betonguss angebracht, das die Situation des Menschen und den Auftrag der Verkündigung versinnbildlicht. Der Mensch bricht oft unter der Last seines Daseins zusammen und scheint in seinen Nöten wie eingemauert. Durch das Evangelium vom Kreuz Christi wird er von seiner Mühsal befreit und steht als ein erneuerter Mensch wieder auf.

Der Innenraum wird weitgehend von den beiden ausdrucksstarken Fensterfronten bestimmt, die Margot Stempel-Leber aus Landau gestaltete. Es handelt sich nicht um herkömmliche Kirchenfenster, sondern um schräggestellte Betonlamellen mit reliefartigem Schmuck und Glaselementen. Sie stellen eine eindrucksvolle Verbindung zwischen moderner Kunst und liturgischer Feier her.

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Die protestantische Kirche befindet sich im Südosten des Ortes Bruchmühlbach inmitten eines Wohngebiets. Parkplätze sind unmittelbar vor Ort vorhanden.

(Karlheinz Schauder, 2006-2010)

Literaturverzeichnis

  • Schauder, Karlheinz (2006-2010). Serie "Dorf- und Stadtkirchen im Landkreis Kaiserslautern". Erschienen in der "Rheinpfalz". o.O.

Quellenangaben

    Artikel-Historie

    Koordinaten:

    49° 23“ 3′ N, 7° 27“ 29′ O

    Datierung:
    1976

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