Geschichte
Die ehemalige Mühle in Rehweiler ist offiziell seit 1364 urkundlich bezeugt. Das große Anwesen bestand ursprünglich aus einer Öl- und einer Getreidemühle. Dazwischen lag ein Gebäude für die Mühlräder. Außerdem auf dem Anwesen vorhanden war ein langgestrecktes Wohnhaus des Müllers und mehrere Wirtschaftsgebäude, die an das Wohnhaus im rechten Winkel anschlossen. Das heutige Anwesen stammt im Kern vermutlich aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, allerdings gab es im Laufe der Jahrhunderte mehrere Umbaumaßnahmen.
Objektbeschreibung
Der Mühlgraben der ehemaligen Mühle ist von einem Stauwerk am Ansatz der Glanschleife oberhalb der Mühle abgezweigt. Von der ehemaligen Ölmühle ist heute nur noch die rechts vom Graben gelegene Ruine vorhanden.
Das Schutzhaus für die Wasserräder wurde inzwischen stark verkleinert und es ist am nördlichen, doppelten Steinbogen mit I.B. (Jakob Breit) signiert und 1880 datiert. Gegenüber, auf der anderen Seite des Mühlgrabens, liegt die winkelförmig ausgeführte, zweieinhalbgeschossige ehemalige Getreidemühle, die heute ausschließlich der Wohnnutzung dient und hierfür umgebaut wurde.
Sowohl die Getreidemühle als auch das unmittelbar anschließende Wohnhaus wurden von Jakob Breit nach einem Brand unter Weiterverwendung der alten Mauern und einiger Tür- und Fenstergewände erneuert. Bei der Erneuerung kam ein mit „M. Catharina Breitin 1797“ bezeichnetes Türgewände auf die Rückseite des Wohngebäudes. Weiterhin zu sehen ist die Jahreszahl 1890, die als Zeitpunkt des Umbaus gelten darf. Der Wirtschaftsteil, der im Winkel an das Wohnhaus anschließt, stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, wobei das heutige Wohnhaus ursprünglich als Werkstatt genutzt wurde.
Räumliche Lage und Erreichbarkeit
Das Mühlenanwesen der ehemaligen Getreide- und Ölmühle befindet sich südlich in Ortsrandlage zwischen den Gemeinden Rehweiler und Glan-Münchweiler. Das westlich des Glans gelegene Anwesen ist ortsbildprägend für das Dorf.


