Ertlbrunnen bei Trippstadt

Alternative Bezeichnungen: Früher "Hüttenbrunnen"

Der Erlbrunnen diente seit dem 17. Jahrhundert der Trippstadter Bevölkerung zur Wasserversorgung sowie als Waschplatz. In den 1970er Jahren wurde dieser zu einer Kneip- und Tretanlage umgebaut, die heute kaum mehr benutzt wird.

Historie

Damals diente der Brunnen, welcher mit zwei Trögen ausgestattet war, der Bevölkerung zur Wasserversorgung und gehörte somit zu einem der drei Wasserplätze um den Ort Trippstadt. Obwohl im Jahre 1767 ein Brunnenstollen errichtet wurde, der die Dorfbrunnen speiste und im Jahr 1895 eine Ortswasserleitung gebaut wurde, wurde die eigentliche Funktion des Brunnens nicht geändert. So wurde dieser auch von den örtlichen Bürgern für die anfallende Wäsche genutzt. Erst im Jahr 1901, worin vom Gemeinderat beschlossen wurde, dass dort nur noch Leinenwäsche gestattet ist, wurde die Funktion verändert. Anschließend wurde der Brunnen im Jahr 1979 zu einer Wassertret- und Kneipenanlage umgebaut. Heute sind diese Anlagen weitgehend verfallen und werden kaum noch genutzt.

Damals wurde der Brunnen auch als Hüttenbrunnen bezeichnet, da dort eine Hütte gestanden hat. Diese wurde jedoch gegen Ende der 1960er Jahre aufgrund des schlechten Zustands abgerissen.

Der Name stammt vom damaligen Maler Philipp Helmer, der aus einer Handwerkerfamilie aus Tirol stammte. Seine Familie war ab 1770 in Trippstadt beheimatet. Heute sind nur noch Ruinen und Fundamente des besagten Gebäudes zu erkennen. In früheren Zeiten wurde das Anwesen als Gerberei genutzt. Die zwei vorhandenen Quellen konnten den Wasserbedarf dafür decken. Auch der Abstand zur Wohnbebauung war groß genug, wodurch die Bevölkerung vor dem Gestank der Gerberei geschützt war. Der Name der Gewanne Gerbfeld deutet darauf hin, dass hier in früheren Zeiten tatsächlich eine Gerberei angesiedelt war.

Geländebeschreibung

Der Ertlbrunnen und –berg liegen im Oberdorf zwischen den Gewannen Katterfeld und Gerbfeld. Hierbei bildet sich der Ertlerberg aus dem bewaldeten Hang zwischen dem Katterfeld und dem Ertlerbach. Der Bach verläuft vom Ertlbrunnen bis zum Heidenkopf. Das Gewanneteil Ertl verläuft vom Neuhöfer Hang bis oberhalb des Sägmühler Weihers. Weiter oben des Landauer Wegs, der vom Dorf zum Ertl führt, ist eine Brunnenkammer in der Gewanne Bifäng. Dort wird das Quellwasser gesammelt und durch Rohre zum Ertlbrunnen geleitet.

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Der Ertlbrunnen befindet sich am östlichen Ortsrand von Trippstadt und ist über den Landauer Weg, welcher an der freiwilligen Feuerwehr Trippstadt vorbeiführt, zu erreichen. Dieser liegt am Katterfeld. Über den Ertlerweg ist auch das Neuhöfertal zu erreichen. Zudem führen einige Wald- und Feldwege zum Brunnen. An der Anlage sind einige Sitzmöglichkeiten vorhanden. Diese bieten Wanderern eine Rastmöglichkeit.

 

Literaturverzeichnis

  • Roland Boiselle (2007). Blätter zur Heimatgeschichte von Trippstadt - Ausgabe 44. Trippstadt.
  • Marianne Schönberg (2008). Blätter zur Heimatgeschichte von Trippstadt - Ausgabe 49. Trippstadt.
  • Kurt Knebel (2000). Blätter zur Heimatgeschichte von Trippstadt - Sonderheft Flurnamen. Trippstadt.

Quellenangaben

    Artikel-Historie

    Koordinaten:

    49° 21“ 22′ N, 7° 46“ 46′ O

    Baustil:

    Unbekannt

    Datierung:
    18. Jahrhundert

    Schlagworte:

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