Meiserhof und Meiserspring im Meisertal

Alternative Bezeichnungen: Forsthaus Meisertal

Das Meisertal wurde erstmals im Jahr 1488 erwähnt und gehört seit dem Jahr 1814 zur Gemeinde Trippstadt. Einst befand sich im Meisertal ein Forsthaus. Seit dem Verkauf in den 1970er Jahren an Privatleute, befindet sich dort ein Reiterhof. Am Ende des Tals befindet sich außerdem der Annex Meiserspring.

Historie

Die Annexen Meiserhof und Meiserspring liegen im Meiserwald und grenzen südwestlich an den Simsenberg. Das Meisertal erreicht man entweder über eine Forststraße oder durch die Wanderwege, welche sehr gut vernetzt sind.

Das Meisertal wurde erstmals 1488 in einer Urkunde erwähnt. Es war früher dem Gericht Waldfischbach zugehörig, wonach es im Jahr 1814 der Gemeinde Trippstadt angegliedert wurde.

Ein Trippstadter Kirchenbuch bestätigt, dass das Meisertal ab 1780 besiedelt wurde, wobei nicht genau gesagt werden kann, wann die ersten Häuser errichtet wurden. Die bewohnten Häuser lagen im Meiserhof, welche zunächst von Holzfällern und Köhlern besiedelt wurden.

Forsthaus Meisertal

Im Jahr 1852/53 kaufte der bayerische Staat Äcker, Wiesen und Garten von einem Handwerker aus Schmalenberg. Gleichzeitig wurde er von der Forstverwaltung damit beauftragt ein Forsthaus mit Wirtschaftsgebäuden zu bauen. Daraufhin entstand 1864 im oberen Meisertal die kleine Siedlung Meiserspring. Ursprünglich war das Forsthaus Meisertal dem Forstamt Trippstadt unterstellt. Nach der Auflösung des Forstamtes wurde es vom Forstamt Johanniskreuz verwaltet.

Im Jahr 1865 konnte der bayerische Staat auch den Meiserwald von der Familie Gienanth erwerben. Die zugehörigen Weiher im Meisertal wurden erst 1890 gekauft, die dann fischereilich genutzt wurden. Heute sind diese Weiher hauptsächlich Biotope.

Bis 1970 wurde das Forsthaus Meisertal vom dortigen Revierförster als Dienst- und Wohnsitz genutzt. Die letzten amtierenden Förster haben im Meisertal keine Landwirtschaft mehr betrieben und die Wiesen des ehemaligen Dienstlandes wurden an den benachbarten Landwirt verpachtet. Der letzte Förster war Gisbert Hammerschmidt, der bis zu seinem Tod 1973 das Forsthaus bewohnte. Unter Ornithologen war er als hervorragender Tierzeichner bekannt.

Im Jahr 1978 wurde am ehemaligen Meiserhof ein Reiterhof, unter anderem zur Zucht von Haflinger-Pferden, gegründet, der bis heute betrieben wird. Der Meiserhof dient heute als Übernachtungsstätte, bei welchem an Reit- und Pferdeseminaren teilgenommen werden kann. Der Hof kann daneben für Feste gemietet werden.

Das einstige Forsthaus „Meisertal“ besteht aus einer Hofanlage mit einem eingeschossigen Wohn- und Backhaus, wobei diese heute als Kulturdenkmäler eingetragen und in der Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz aufgeführt sind. Das Backhaus ist 13 qm groß und ist eines der 17 erhaltenen freistehenden Backhäuser im Wilensteiner Land. 

Meiserspring

Der zweite Annex im Meisertal wird „Meiserspring“ genannt. Hier entspringt zum einen der Meiserbach, welcher durch das ganze Tal verläuft und die dortigen Weiher mit Wasser versorgt. Zum anderen werden so die ehemaligen Höfe genannt. Im Jahr 1810 entstand dort das erste Wohnhaus, woraufhin 1865 das Zweite folgte. Da die Häuser weit abgelegen inmitten des Waldes liegen, hatten sie bis zum Ende des letzten Jahrhunderts keinen Stromanschluss. Diese wurden im Nebenerwerb als landwirtschaftliche Betriebe geführt, wobei heute beide Gebäude erhalten geblieben sind.

Etwa einen Kilometer südöstlich des Meisersprings befindet sich auf der Gemarkung der Gemeinde Trippstadt der Ritterstein „Weisserstein“ mit der Nummer 84, welcher ebenfalls als Kulturdenkmal in der Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz aufgeführt ist. Er steht an der L499 zwischen Johanniskreuz und Heltersberg.

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Die Zufahrt zu den beiden Annexen Meisertal und Meiserspring befindet sich an der L500 am Plickerweiher, an welcher sich auch die Kreuzung zur K52 in Richtung Schmalenberg befindet.

Dort sind auch eine Bushaltestelle sowie ein Parkplatz vorhanden. Der ehemalige Meiserhof befindet sich circa sechs Kilometer südlich des Ortskerns von Trippstadt. Es ist auch möglich den Hof fußläufig über einen der vielen Wanderwege im Meiserwald oder Lauberwald zu erreichen.

Literaturverzeichnis

  • Dieter Faas (2016). Blätter zur Heimatgeschichte von Trippstadt - Ausgabe 65. Trippstadt.
  • Willi Fallot-Burghardt (2000). Blätter zur Heimatgeschichte von Trippstadt - Ausgabe 19. Trippstadt.
  • Kurt Knebel (1995). Blätter zur Heimatgeschichte von Trippstadt - Ausgabe 4. Trippstadt.
  • Kurt Knebel (2000). Blätter zur Heimatgeschichte von Trippstadt - Sonderheft Flurnamen. Trippstadt.
  • Helmut Celim (2015). Blätter zur Heimatgeschichte von Trippstadt - Ausgabe 63 Trippstadt.

Quellenangaben

Artikel-Historie

Koordinaten:

49° 19“ 31′ N, 7° 46“ 29′ O

Baustil:

Unbekannt

Datierung:
um 1488

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