Geschichte
Bei den Heidenfels handelt es sich um ein römisches Quellheiligtum, das im 2. Jahrhundert entstanden ist. Bereits in keltischer Zeit war der dort entspringende Wasserlauf als Heilquelle bekannt. Bis zum Ende des 4. Jahrhunderts wurde diese Quelle von der gallorömischen Bevölkerung als Heiligtum verehrt. Heute fließt das Wasser in einer hölzernen Rinne den Hang hinab und mündet in einem kleinen Weiher. Oberhalb des Quellheiligtums befinden sich hohe Sandsteinfelsen, von denen man eine gute Aussicht genießen kann.
Im Jahr 1907 wurden bei Ausgrabungen Überreste eines heidnischen Tempels entdeckt. Zwei Steine mit Figurenreliefs sind davon bis heute erhalten. Der linke Fels wurde bereits 1821 beschrieben, während die Figuren des rechten Steines erst 1903 von Studierenden entdeckt wurden. Schriftliche Quellen zum Heiligtum fehlen, weshalb eine sichere Deutung der Figuren schwer ist. Vermutlich zeigt der linke Stein drei sitzende Göttergestalten, denen Opfergaben gereicht werden. Auf dem rechten Stein sind eine opfernde Figur am Altar sowie zwei weitere Figuren daneben zu sehen. Beide Felsen sind durch eine Hütte überdacht worden. Während den Grabungen wurden außerdem Scherben von Gefäßen, kleine Figuren, Votivtafeln und Münzen am Fuße des Hangs gefunden, die darauf hindeuten, dass eine Töpferei an der Quelle betrieben wurde. Die gefundenen Münzen konnten zur Datierung der Steine herangezogen werden. Die Zahl der Funde deutet auf einen regen Betrieb am Heiligtum hin.
Dem Wasser der Quelle wurden Heilkräfte bei Augenkrankheiten zugeschrieben. Untersuchungen des Wassers haben gezeigt, dass darin das chemische Element Bor enthalten ist, was tatsächlich bei Augenleiden helfen soll. Die Funde sind im Historischen Museum in Speyer ausgestellt.
Im Jahr 2027 soll voraussichtlich eine Outdoor-Storytelling-Station errichtet werden, an der man Informationen über den Ort erhalten kann.
Lage
Die Heidenfelsen liegen zwischen Kindsbach und Landstuhl an der Quelle des Biedenbach. Sie sind am besten über die Hörnchenstraße in Kindsbach zu erreichen. Am Ende der Straße ist rechts eine Beschilderung an einem Waldweg der Teil des Burg-Nanstein-Weges ist. Von dort beträgt die Strecke etwa 1,3 Kilometer. Etwas abseits des Hauptwanderweges stehen die Heidenfelsen auf der rechten Seite.











