Keltischer Ringwall auf dem Donnersberg bei Dannenfels

Auf dem Donnersberg bei Dannenfels befand sich eine keltische Befestigungsanlage mit einem Ringwall. Die Überreste des 8,5 Kilometer langen Ringwallsystems können auch heute noch begangen werden und sind mit Informationen, Ausgrabungen und einer Rekonstruktion des Wallquerschnitts ein schönes Ausflugsziel für Wanderer.

Geschichte

Von etwa 130 bis 60/50 v.Chr. befand sich auf dem Donnersberg eine knapp 240 Hektar große keltische Stadt (lateinisch: Oppidum). Erst Anfang des 20. Jahrhunderts fand man nach wissenschaftlichen Untersuchungen heraus, dass es sich bei dem Ringwall auf dem Donnersberg in Dannenfels um eine keltische Anlage handelt. Durch verschiedene Erwähnungen der „Wälle auf dem Berg“ in alten Urkunden konnte deren Bestehen zuvor zwar belegt werden, genauere Entstehungshinweise gab es allerdings nicht.

Objektbeschreibung

Aufbau der Wälle

Die Wälle bestehen aus einer Pfostenschlitzmauer. Diese Trockenmauer wurde durch ein Konstrukt aus Baumstämmen gefestigt. Im Abstand von 1,5 bis drei Meter wurden Baustämme vertikal aufgestellt und durch quer verlaufende Balken stabilisiert. Weitere rückwärtige Baumstämme stützten diese zusätzlich. An der Mauerrückseite gab es zudem einen bis zu acht Meter breiten Wall aus Erde und Steinen, auf der Mauer befand sich ein hölzernes Schanzwerk. Seinen Namen erhielt die Pfostenschlitzmauer durch die verrotteten Baumstämme, die zu den Mauerschlitzen führten.

Von der einst 8,5 Kilometer langen und vier Meter hohen Mauer sind heute noch die unteren Mauerteile mit einer Höhe von circa 1,5 Meter erhalten.

Anlage

Die Anlage wurde durch einen Mittelwall in ein Ost- und Westwerk eingeteilt. Im östlichen Werk mit der mächtigeren Mauer vermutet man das Siedlungsgebiet mit zeitweise mehreren tausend Bewohnern. Das Westwerk nutzte man vermutlich als Fluchtburg für die die Bevölkerung des Umlandes und als Viehweide.

Durch einen Zwischenwall wurde das Siedlungsgebiet im Ostwerk in der letzten Bauphase verkleinert. Außerdem wurde im Laufe der Zeit die östliche Mauer einmal erneuert, dafür setzte man vor die baufällige Mauer eine neue. Die südliche Mauer zur Rheinebene wurde sogar zweimal neu aufgebaut, die Mauer des Westwerks hingegen wurde lediglich ausgebessert. Bis heute konnten vier Stadtzugänge nachgewiesen werden.

Eine Besonderheit ist die im Ostwerk liegende Viereckschanze, da sie bis dato die einzig bekannte Anlage in einem Oppidum darstellt. Nach heutigem Stand vermutet man unter Viereckschanzen befestigte Gutshöfe.

Der Schlackenwall war eine kleine Befestigung und erhielt seinen Namen durch die in der Umgebung vorgefunden Rhyolith-Stücke. Da das Gestein einer großen Hitze ausgesetzt war, geht man heute davon aus, dass eine zielgerichtete Glasproduktion stattgefunden hat.

Tourismus

Auf dem Donnersberg verläuft der knapp acht Kilometer lange keltische Skulpturenweg, durch den man verschiedene Einblicke in die Vorgeschichte erhalten kann. Ein rekonstruierter Wallabschnitt zeigt zudem den ursprünglichen Zustand der Befestigung.

Lage und Erreichbarkeit

Der keltische Ringwall befindet sich in Dannenfels auf dem Donnersberg. Die Rekonstruktion der keltischen Mauer liegt knapp 300 Meter nördlich des Ludwigsturms und circa 500 Meter vom SWR Fernsehturm Donnersberg entfernt. Auch Parkplätze sind unmittelbar an der Rekonstruktion zu finden.

Literaturverzeichnis

keine Literaturangaben

Quellenangaben

Artikel-Historie

Koordinaten:

49° 37“ 32′ N, 7° 55“ 42′ O

Baustil:

Unbekannt

Datierung:
130 bis 60/50 v.Chr.

Kategorie:

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