Glockenturm von Stauf

Der Glockenturm steht in dem Ortsteil Stauf der Gemeinde Eisenberg in der Pfalz. Er befindet sich auf 330 Metern Höhe über NN und ist gleichzeitig ein Aussichtsturm.

Geschichte

Der heutige Turm ersetzt einen früheren, an dieser Stelle gestandenen, hölzernen Glockenturm aus dem Jahr 1909. 1950 entschieden sich die Einwohner Staufs für die Errichtung einer Stahlkonstruktion, die im April desselben Jahres feierlich als Glockenturm eingeweiht wurde. Erst 1984 erhielt die Stahlkonstruktion eine Umbauung aus Sandsteinen.
In dem 7,50 Meter hohen Turm befinden sich zwei Glocken. Die kleinere von beiden stammt aus dem Jahr 1909 und soll zunächst über dem Schulhaus gehangen haben. Sie überstand beide Weltkriege unbeschadet.
Auf Wunsch der Einwohner wurde für den Glockenturm auch eine neue, große Glocke angeschafft. Die Kosten für sie und den Glockenstuhl wurden damals über Spenden der Firmen Gienanth und Müller sowie einigen weiteren Spendern aus Eisenberg und Ramsen gedeckt.

Objektbeschreibung

Der Glockenturm hat einen rechteckigen Grundriss und einen Geländerabschluss aus Zinnen. Er erinnert optisch an einen Burgturm. Über 31 Stufen gelangt man auf die Aussichtsplattform. Von dort bietet sich ein schöner Blick über das Eistal, die nördlichen Ausläufer des Pfälzerwaldes und bei gutem Wetter sogar bis zum Odenwald.

Der Aufstieg zur Aussichtsplattform führt an den Glocken des Turms vorbei.
Die kleinere, ältere Glocke hat ein Gewicht von 175 Kilogramm, einen unteren Durchmesser von 69,50 Zentimeter und den Schlagton „d“. Die von Johann Georg Pfeifer 1909 in Kaiserslautern gegossene Glocke ist mit Zierringen aus Punkten und Schrägstrichen und umlaufend mit Blütenständen reich verziert. Auf der Rückseite ist eine Inschrift zu lesen: „Eigentum der Gemeinde Stauf“, darunter sind die Namen des ersten Bürgermeisters und einiger Gemeinderäte zu finden. Weiter unten schmücken Sechszacksterne und neugotisches Maßwerkfries mit auf dem Kopf stehenden Blütenständen die Glocke. Die Vorderseite ziert der Spruch: „ Fried´ im Herzen, Fried´ im Land Spend´ euch Gottes Gnadenhand!“
Die größere der beiden Glocken wiegt 260 Kilogramm, hat an ihrem Rand einen Durchmesser von 79,20 Zentimetern und den Schlagton „h“. Sie wurde 1949 in der Frankenthaler Glockengießerei Hamm gegossen, was der Inschrift auf dem Schlagring der Vorderseite zu entnehmen ist. Hier heißt es: „Meister Hamm Frankenthal goss mich 1949“. Eine weitere Inschrift befindet sich auf der Glockenschulter: „Evangelische Gemeinde Stauf“, darunter „den Gefallenen zum Gedächtnis den Trauernden zum Trost“.
In einem Gutachten über die Staufer Glocken heißt es: „Beide Glocken haben gute Resonanz, klare, temperamentvolle Tonsprache und jede ihre eigene, unverwechselbare Klangcharakteristik“.

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Stauf liegt südwestlich von Eisenberg. Um zum Turm zu gelangen folgt man der Hauptstraße durch Stauf. Parkmöglichkeiten ergeben sich innerorts. Der Glockenturm steht an einem ausgeschilderten Jakobspilgerweg.

 

    Literaturverzeichnis

    • Lademann, W (2011). Beste Aussichten. Kaiserslautern.

    Quellenangaben

      Artikel-Historie

      Lage:

      Glockenstraße
      67304 Eisenberg

      VGEisenberg
      Koordinaten:

      49° 33“ 5′ N, 8° 1“ 36′ O

      Epoche:

      Unbekannt

      Baustil:

      Unbekannt

      Datierung:
      1950

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