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Museum Sickingerhöhe in Queidersbach

Alternative Bezeichnungen: Rathaus Queidersbach

Das Museum Sickinger Höhe in Queidersbach versteht sich weniger als reines Dorfmuseum, sondern fokussiert sich darauf die Geschichte der Region zu erzählen, die als Sickingerhöhe bekannt ist. Die Betreiber haben es sich zur Pflicht gemacht die Jahrhunderte dauernde Gemeinschaft der Dörfer der eigentlichen „Höhe“ Bann, Linden und Krickenbach, sowie Landstuhl als Hauptort zu konservieren.

Geschichte

Das Museum Sickinger Höhe in Queidersbach wurde zur 1000-Jahrfeier gegründet. In einem alten Schulhaus, erbaut 1836, das gleichzeitig als Rathaus dient, entstand somit gewissermaßen eine Symbiose zwischen den Nutzungen. Auch die Glocke im Turmaufsatz hatte im Alltag zahlreiche Dienste zu verrichten, bevor es im Dorf eine eigene Kirche gab. Die Ausstellung des Museums zeigt einen Überblick von der Frühgeschichte bis in die jüngste Vergangenheit, es handelt sich also um ein ganzheitliches Museum.

Objektbeschreibung

Gebäude

Das Gebäude aus dem Jahr 1836 erinnert vom Aussehen an einen Kirchenbau. Es besitzt eine quaderähnliche Form mit einem Turmaufsatz in der Front, der eine kleine Glocke enthält. Auf dem Dach des Turmaufsatzes ist ein Kreuz angebracht. Zum angehobenen Haupteingang führen zwei Steintreppen von links und rechts. Die Fassade des Gebäudes besteht aus gelbem Putz und neben der Eingangstür ist zum einen das Wappen der Ortsgemeinde und zum anderen ein Schriftzug angebracht. Die Schrift zeigt „Museum Sickingerhöhe – Queidersbach – Rathaus“.

Ausstellung

Die Schwerpunkte der Ausstellung beinhalten den Fronhof des Klosters Hornbach, die Wiederbesiedlung des Sickinger Landes im späten 17. Jahrhundert, die Schulgeschichte und die ehemalige Freilichtbühne. Hervorgehoben wird außerdem die Reform der Landwirtschaft auf der Sickinger Höhe seit dem 18. Jahrhundert, da diese als Basis für den Wohlstand des früheren Bauern gilt.

Der Rundgang durch die Museumsräume beginnt im Foyer im ersten Stockwerk. Hier sind direkt drei Vitrinen mit Funden aus der Vor- und Frühgeschichte der näheren Region zu finden. 1986 wurde ein Schulsaal konvertiert, um die Ausstellungsfläche zu erweitern. Dieser Saal enthält heute eine Darstellung der Dorfgeschichte mit ihren verschiedenen Epochen. Erwähnenswerte Exponate sind die älteste Urkunde Queidersbachs aus dem Jahr 976, Funde aus dem Fronhof des Klosters Hornbach und weitere Gegenstände aus dem Mittelalter.

Anschließend folgt die Darstellung der Sickinger Herrschaft, die im Dorf fast 300 Jahre andauerte. Aus dieser Zeit stammt unter anderem ein Bildnis des Freiherrn Karl Anton. Das Ölgemälde befindet sich noch im Originalrahmen und es entstand um 1730. Karl Anton spielte in seinen späteren Jahren eine tragische Rolle im Familiendrama Sickingen, wovon auch Friedrich Schiller (1759-1805) Gebrauch machte für sein Drama „Die Räuber“. Ein weiteres Ausstellungsstück ist die sickingsche „Polizeyordnung“ von 1732, die die Zeit der Neubesiedlung belegt.

Auch eine kleine Münzsammlung ist im Museum zu betrachten. Sie enthält ausgewählte Münzen aus verschiedenen Epochen mit dem Schwerpunkt Pfalz. Unter anderem enthält sie eine Silbermedaille Franz von Sickingens von 1521, ein pfälzischer Taler von 1778 und ein bayrischer Doppeltaler von 1843. Natürlich wurde auch der große, 1923 entdeckte Münzschatz vom Klosterhof dokumentiert.

Aus der Zeit der französischen Besetzung besitzt das Museum eine Reihe von Originalen. Zum Beispiel ist eine Kupferstichkarte mit interessanten Details aus 1797 zu bewundern. Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts wird besonders hervorgehoben, vor allem die Themen Auswanderung und Revolution um das Jahr 1948/49.

Im Dachgeschoss sind zwei große Räume enthalten, die der bäuerlich-bürgerlichen Wohnkultur und dem Handwerk gewidmet sind. Zu betrachten sind Objekte von volkskundlicher Bedeutung wie die Alkoven mit Ofenstein, ein Schrank von 1704 und eine Hochzeitstruhe aus dem Jahr 1815. Die Räume enthalten eine Reihe alter einheimischer Möbel und eine Fülle von alten Haushaltsartikeln, darunter alle Gattungen der Keramik. Im gegenüberliegenden Raum finden sich Werkzeuge und Werkstücke der vielen Berufe, die es früher in der Region gegeben hat.

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Queidersbach liegt südwestlich von Kaiserslautern im Landkreis der Stadt. Das Museum befindet sich in der Schulstraße 2, im südlichen Teil von Queidersbach, unweit der Hauptstraße der Gemeinde. In der Nähe des Gebäudes, das gleichzeitig als Rathaus genutzt wird, sind mehrere Parkmöglichkeiten vorhanden.

Literaturverzeichnis

  • Kreisverwaltung Kaiserslautern (1994). Museen im Landkreis Kaiserslautern Broschüre.

Quellenangaben

Artikel-Historie

Koordinaten:

49° 22“ 17′ N, 7° 37“ 53′ O

Epoche:

Unbekannt

Datierung:
Museum 1976, Gebäude 1836

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  • Epoche

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