Museum im Westrich in Ramstein-Miesenbach

Alternative Bezeichnungen: Altes Rathaus, Heimatmuseum Ramstein

Das Museum im Westrich wurde im Jahr 1750 errichtet und diente die ersten 200 Jahre seines Bestehens vorwiegend als Gaststätte. Im Jahr 1949 erwarb die Gemeinde Ramstein das Gebäude und Anfang der 1950er Jahre zog die Verwaltung ein. Bis ins Jahr 1883 diente es dann als Rathaus der Gemeinde. Im Herbst 1987 konnte dann das Heimatmuseum in dem historischen Gebäude eröffnet werden und seit 2001 trägt es den Namen „Museum im Westrich“. Zu sehen ist eine Dauerausstellung über die Alltagsgeschichte der Region sowie wechselnde Sonderausstelllungen.

Geschichte

Das heutige Museum im Westrich in Ramstein, das auch altes Rathaus genannt wird, ist ein barockes Schmuckstück in Ramstein-Miesenbach. Das historisch bedeutsame Gebäude hat im Laufe seiner Geschichte schon einige Eigentümerwechsel mitgemacht sowie verschiedenen Zweckbestimmungen gedient.

Das barocke Gebäude wurde im Jahr 1750 von Philipp Delaber, nach den Plänen des italienischen Baumeisters Franz Wilhelm Rabaliatti, errichtet und diente die ersten 200 Jahren vorwiegend für gastronomische Zwecke. Im Lagerbuch des Jahres 1761 wird das Gebäude als zweistöckiges Wohnhaus mit Gastwirtschaft, Übernachtungsmöglichkeit und dahinterliegenden großen Stallungen beschrieben. Trotz mehrere Besitzerwechsel im Laufe der Zeit beherbergte das Gebäude bis 1962 immer eine Gaststätte sowie vorübergehen eine Branntweinbrennerei und eine Bierbrauerei. Im Jahr 1949 erwarb die Gemeinde Ramstein das Gebäude von der Koch-Brauerei und Anfang der 1950er Jahre zog die Verwaltung ein. Seitdem diente es als Rathaus der Gemeinde. Im Jahr 1962 schloss die letzte Gastwirtschaft und die ehemalige Gaststube wurde in einen repräsentativen Ratssaal umgebaut, in dem heute die Sonderausstellungen des Heimatmuseums ausgestellt werden. Als die Verwaltung in ein neues Gebäude auf dem Marktplatz umzog, fand das historische Haus ab dem Jahr 1984 als Heimatmuseum eine neue sinnvolle Verwendung. Für rund 450.000 Mark wurde das Gebäude umgebaut und renoviert, sodass heute circa 310 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung stehen. Im Herbst 1987 konnte dann das Heimatmuseum der Verbandsgemeinde Ramstein- Miesenbach in dem historischen Gebäude eröffnet werden. Seit dem Jahr 2001 trägt das Museum im ehemaligen Rathaus den Namen „Museum im Westrich“.

Der Ratshauskeller des Gebäudes wurde dabei schon im Jahr 1978 renoviert und wird nach wie vor von der Verwaltung genutzt. Mit seinem imposanten Gewölbe dient der Raum für Eheschließungen.

Baubeschreibung

Lange Zeit war es der Mittelpunkt und eines der meistfotografierten Motive Ramsteins, der verputze, zweigeschossige Barockbau aus der Mitte des 18. Jahrhunderts in der Miesenbacher Straße. Das Gebäude besitzt ein gewalmtes Mansarddach und ist unterkellert. Seine stichbogigen Fenster haben eine rustizierte Rahmung und die Scheitelsteine sind mit Voluten bzw. am Obergeschoss mit kräftig reliefierten Masken geziert. Auffällig ist zudem das Portal mit Oberlicht und profilierter, gebrochener Rahmung. Am untersten Stein ist zudem ein Engelskopf angebracht und am oberen eine Maske. Am oberen Sturz erkennt man zudem die Inschrift „SOLI DEO GLORIA 1750“ und vor dem Portal befindet eine zweiläufige Freitreppe. Am westlichen Eck des Gebäudes befindet sich eine Steinfigur von Johannes Nepomuk.

Der Bau, der früher unter anderem eine Brauerei und ein Wirtshaus beherbergte, ist historisch wertvoll und als „Kunstdenkmal“ erfasst. Seit Anfang der 50er Jahre bis 1983 wurde das Haus für die Verwaltung genutzt. Für rund 450.000 Mark wurde das Gebäude schließlich umgebaut und renoviert. Insgesamt stehen rund 310 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung.

Das Gebäude ist ein eingetragenes Kulturdenkmal im „Nachrichtlichen Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreis Kaiserslautern“ der Generaldirektion Kulturelles Erbe.

Das Museum im Westrich

Das barocke Gast- und spätere Rathaus beherbergt seit dem Jahr 1987 das Museum im Westrich. Es werden pro Jahr zwei bis drei Sonderausstellungen gezeigt sowie die feste Ausstellung, die sich der Alltagsgeschichte und Kultur der Region widmet. Die Dauerausstellung mit festen Installationen, wie einem Dorfladen, ist dabei in vier Themenbereiche unterteilt.

Das „Dorfklatschparadies“ bietet einen Tante-Emma-Laden aus dem Ramstein des vergangenen Jahrhunderts mit einer komplett erhaltenen Einrichtung, samt Waren, Verpackungen, bunte Dosen sowie Reklame.

Im „Männerparadies“ wird das vergangene ländliche soziale Leben in einer typischen „Dorfwerdschaft“ vermittelt. Hier finden sich alte Eisschränke, Bierkrüge und Bierflaschen sowie ein Kerwestrauß, der zum Kirchweihfest aufgehängt wurde.

Das „Alchimistenparadies“ zeigt eine komplette Kräuterkammer mit Laboratorium einer alten Landstuhler Apotheke und vermittelt somit, wie man Menschen vergangener Zeiten zu kurieren versuchte.

Der letzte Themenbereich umfasst das „Wohnparadies“, die „gudd Stubb“, mit Biedermeiereinrichtung und einer umfangreichen Sammlung von Brettstühlen und einem barocker Aussteuerschrank mit Inhalt, Auskunft über die bürgerliche Wohnsituation im 18. und 19. Jahrhundert.

Neben dieser ständigen Sammlung gibt es immer wieder Sonderausstellungen zu regionalen Themen, diese werden dann von Veranstaltungen und Vorträgen begleitet.

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Das Museum im Westrich in Ramstein-Miesenbach befindet sich im Stadtteil Ramstein, in der Stadtmitte. Es liegt in der Nähe der katholischen Kirche, an der Kreuzung zwischen Spesbacher-, Miesenbach-, und Landstuhler Straße. Parkplätze stehen in den Straßen zur Verfügung.

Der Eintritt in das Museum ist kostenlos.

Literaturverzeichnis

  • Brehmer, Kurt (1987). „Ramstein im Wandel der Zeit“ Ramstein.
  • Generaldirektion Kulturelles Erbe (2019). Nachrichtlichen Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreis Kaiserslautern Mainz.
  • Potdevin, Walter (2019). Ramsteins altes Rathaus: Der lange Weg vom Wirtshaus zum Heimatmuseum "Die Rheinpfalz".

Quellenangaben

Artikel-Historie

Koordinaten:

49° 26“ 50′ N, 7° 33“ 20′ O

Datierung:
1750

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