Ehemaliger Park des Palais Forbach

Alternative Bezeichnungen: Landesgestüt Zweibrücken

Das Palais Forbach war ein kleines Schloss in Zweibrücken, welches der damalige Herzog Christian IV. im Jahr 1758 errichten ließ. Zu dem Anwesen gehörte auch eine große Parkanlage, die sich entlang des Schwarzbaches bis hin zum heutigen Rosengarten erstreckte. Der Park wurde von Johann Ludwig Petri geplant, welcher sich bei der Planung an der Gartenanlage des Pariser Stadtpalais orientierte. Im Jahr 1793 wurde der Palais Forbach sowie die dazugehörige Parkanlage komplett zerstört. Heute befindet sich das Landesgestüt Zweibrücken auf der Fläche.

Geschichte

Das Palais Forbach war ein kleines Schlösschen in Zweibrücken, welches der damalige Herzog Christian IV. (1740-1775) für seine Frau, die Gräfin von Forbach (1734-1807), im Jahr 1758 errichten ließ. Architekt des Palais Forbach war der Pariser Baumeister Pierre Patte, welcher sich bei der Planung am Stil des Pariser Stadtpalais orientierte. Zu dem Anwesen gehörte auch eine weitläufige Gartenanlage.

Im Jahr 1761 wurden die Bauarbeiten am Schloss abgeschlossen und 15 Jahre später folgte der Bau eines Hoftheaters von Christian von Mannlich in direkt Nähe des Schlosses. Im Jahr 1793 wurde der Palais Forbach in den Revolutionskriegen durch französische Revolutionstruppen niedergebrannt und später abgebrochen. Auch der Park des Schlosses wurde vollständig zerstört.

Heute befindet sich auf der Fläche des ehemaligen Parks das Landesgestüt Zweibrücken sowie die angrenzende Rennwiese.

Objektbeschreibung

Hinter dem Palais Forbach befand sich ein dazugehöriger Park, der sich entlang des Schwarzbaches, wie auch der gegenüberliegende Schlossgarten, bis hin zum heutigen Rosengarten erstreckte. Der Park wurde von Johann Ludwig Petri geplant, welcher sich bei der Planung an der Gartenanlage des Pariser Stadtpalais orientierte. Eine Zeichnung von Petri, auf der der Schlossgarten und der Garten des Palais Forbach zu sehen sind, ist heute noch als Fotografie erhalten. Die Originalzeichnung hingegen ist verschwunden. Zu sehen ist dabei, dass Petri entlang einer lang gestreckten Haupt- und Mittelachse mehrere Gartenszenerien, wie Rasenparterre, Boskette und Wasserbassins, folgen ließ. Die unterschiedlichen Szenerien wurden wiederum durch Querachsen getrennt und durchschnitten. Die Hauptachse wurde in der Hälfte ihrer Länge durch ein Wasserbecken oder Weiher geteilt. Die rechteckigen Flächen, die benachbart zum Wasserbecken lagen, sind mit Bosketten und geometrisch ornamentalen Wegen durchzogen gewesen. Die ganze Anlage war außerdem parallel zum Schwarzbach mit einer Allee eingefasst, die auch heute noch erhalten ist. Auf der Fläche des ehemaligen Parks befindet sich heute die Anlage des Landesgestüts Zweibrücken, wie z.B. die zwei Reithallen.

Der Park verbreiterte sich dann um einen „Lustgarten“ mit Heckenbosketten sowie sternförmig angelegten geraden Haupt- und kurvigen Nebenwegen. Auf dieser Fläche befindet sich heute die Rennbahn des Zweibrücker Landesgestütes.

Einzige erhaltene Reste des Schlosses und der dazugehörigen Gartenanlage sind ist eine Säule und ein Vasenaufsatz von zwei Brunnenanlagen, die sich vor der Zerstörung des Schlosses zwischen diesem und der heutigen Gutenbergstraße befanden. Der Brunnen wurde beim Wiederaufbau des Gestüts nicht bedacht, jedoch steht die Vase heute an ihrem ehemaligen Standort an der Stirnseite des Gestütsgebäudes an der Gutenbergstraße. Auch der ehemalige Eingang zum Gestüt und zum Park des Palais Forbach an der Gutenbergstraße ist noch erhalten. Jedoch sind die zwei Brunnen, die den Eingang des Parks flankieren, durch zwei Pferdeköpfe ersetzt worden.

Die gesamte Anlage ist ein Kulturdenkmal im nachrichtlichen Verzeichnis der Kulturdenkmäler der Stadt Zweibrücken: Landgestüt, 1. Hälfte 19. Jh.: drei Stallgebäude, zwei Pferdekopfskulpturen und Säule mit Vasenbekrönung (bauliche Gesamtanlage)“

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Das Landesgestüt Zweibrücken befindet sich in der Zweibrücker Innenstadt in der Nähe des Rosengartens. Das Gestüt erstreckt sich heute auf 13 Hektar Fläche. Parkplätze stehen in den umliegenden Straßen und auf mehreren Parkplätzen rund um das Gestüt zur Verfügung. Von der früheren Parkanlage ist jedoch heute nichts mehr zu sehen, außer der Vasenaufsatz an seiner ursprünglichen Stelle.

Literaturverzeichnis

  • Junker-Mielke, Stella (2008). Barocke Gartenlust – Auf den Spuren entlang der BarockStraße SaarPfalz S. 84-87 o.O.
  • Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (2017). Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler - Kreisfreie Stadt Zweibrücken o.O.

Quellenangaben

Artikel-Historie

Koordinaten:

49° 15“ 7′ N, 7° 21“ 55′ O

Datierung:
1758 - 1793

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