Geschichte
Der älteste Teil des Gebäudes stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und damit aus einer Zeit, als sich die Landschaft von der Zerstörung und den sozialen Folgen des Dreißigjährigen Krieges erholte. Das Gebäude beherbergte viele Jahre lang ein Gasthaus mit Tanzsaal und eine Metzgerei, wodurch die Bezeichnung „bei Metzgers“ gängig wurde. In den Jahren 1871/72 wurde das Gebäude durch zwei Anbauten erweitert.
Katja Trimborn zog 2015 mit ihrer Familie in das rückseitig angrenzende Anwesen. Als sie erfuhr, dass das vermutlich älteste Haus des Dorfes verkauft werden soll, traf sie die Entscheidung dieses zu erwerben und umzubauen. Im Frühjahr 2018 unterschrieb sie den Kaufvertrag und die Sanierungsarbeiten konnten an dem denkmalgeschützten Gebäude beginnen.
Objektbeschreibung
Das Ziel des Kaufs durch Trimborn, war es das Gebäude als wichtiges Zentrum im Dorf zu erhalten. Die Nutzung sollte jedoch zu einer Apotheke gewandelt werden.
Das Gebäude besitzt von außen einen einfachen, barocken Fassadenschmuck. Auffällig ist die Form des Gebäudes. So sind Trauf- und Giebelseite in einem ungleichmäßigen Verhältnis. Die Traufseite wirkt durch die angebauten Wirtschaftsgebäude lang und gestreckt, während die Giebelseite massig und breit wirkt. Das Innere des Gebäudes hat sich die Familie größtenteils in Eigeninitiative vorgenommen. Man legte Mauerwerk und Fachwerk frei und verputzte es teilweise neu oder lies es direkt offen. Außenmauern wurden mit einer Dämmschicht versehen und mit Lehmputz versiegelt. Es wurde eine Wandheizung installiert und Fensterbänke erneuert aus alten Terrakottaplatten, auf denen sogar noch Hand- und Fingerabdrücke der Hersteller zu sehen sind.
Der ursprüngliche Eingang an der Hauptstraße dient nun als Notausgang und ein neuer barrierefreier Zugang an der Giebelseite wurde der neue Haupteingang. Die ehemalige Küche wurde zu einem Labor umgerüstet. Kunden stehen im Inneren auf Parkettboden, der selbst geschliffen und geölt wurde. Die Decke wird getragen von hölzernen Balken. Der Grundriss der Apotheke besitzt eine Fläche von 150 Quadratmetern. Benannt wurde die Apotheke nach dem Symboltier für Glück, Gesundheit und langes Leben.
Der Name ist außerdem eine Anspielung an den zur selben Zeit errichteten Kranichwoog.
Räumliche Lage und Erreichbarkeit
Das frühere Gasthaus „Kurz“ spielt heute noch eine wichtige Rolle im Zentrum von Hütschenhausen als Teil der Nahversorgung in Form einer Apotheke. Durch die Lage direkt an der Hauptstraße ist das Gebäude gut zu erreichen. Es liegt relativ zentral, jedoch etwas westlich im Ort. Folgt man der Hauptstraße wenige Meter nach Osten, erreicht man außerdem die Villa Mattil und die evangelische Kirche von Hütschenhausen.







