Katholische Kirche „St. Valentinus“ in Bann

An der Stelle der heutigen Kirche stand bereits Ende des 15. Jahrhunderts eine Kapelle, die dem heiligen Valentin geweiht wurde. Als diese zu klein für die Gemeinde wurde, baute man an ihrer Stelle 1881/82 ein größeres Gotteshaus. Die neugotische, dreischiffige Basilika mit Spitzturm steht in der Ortsmitte und überragt die restlichen Gebäude majestätisch.

Geschichte

Der Ort gehörte im Mittelalter zur Pfarrei Horbach. Bereits Ende des 15. Jahrhunderts bestand eine Kapelle, die dem heiligen Valentin geweiht war und ihren erhöhten Platz an der Stelle des heutigen Gemeindehauses hatte. In den folgenden Jahrhunderten wurde das Kirchlein bald zu klein, sodass man 1881/82, nach den Plänen des Architekten Franz Schöberl aus Speyer, ein neues und größeres Gotteshaus errichtete. Viele Angehörige der Gemeinde arbeiteten dabei unentgeltlich mit, neben dem unermüdlichen Pfarrer Graf, der auch zum Teil den Bau beaufsichtigte.

Baubeschreibung

Den schönsten Anblick bietet die Kirche, wenn man von Landstuhl gefahren kommt. Die neugotische, dreischiffige Basilika aus roten Sandsteinquadern zeigt dann die Chorseite mit dem Spitzturm, der den Ort majestätisch überragt. Am rückwärtigen Teil des Gebäudes sind zwei weitere Türme als Treppenaufgänge. Rechts neben dem Haupteingang ist eine ausdrucksstarke Pietà aufgestellt.

Die Fenster im Querschiff zeigen den segnenden Christus mit Arbeitern und Soldaten sowie die heilige Familie zwischen Vertretern der älteren und der jüngeren Generation. Die Fenster an den Längsseiten sind rechts dem heiligen Antonius, Ludwig und Johannes gewidmet, links der heiligen Margaretha, Katharina und Elisabeth.

1883 wurde der heute noch vorhandene Hochaltar angebracht, den der Bildhauer Eduard Glückstein aus Frankenthal schuf und den der Kunstmaler Alois Röder aus Kaiserslautern in Farbe fasste und zum Teil vergoldete. Von Glückstein stammte auch die ehemalige Kanzel an der Nordseite und der Taufstein. Im Jahr 1888 folgten eine Muttergottesstatue und ein Franziskus-Standbild. 1908 wurde die jetzige Valentinsstatue mit dem fallsüchtigen Kind aufgestellt.

Im Lauf ihrer Geschichte musste die Kirche in Bann wiederholt repariert und renoviert werden. 1910 waren Ausbesserungen am Dach und Turm erforderlich, denen 1936 eine Erneuerung der gesamten Bedachung und des Turmhelmes folgte. 1957 nahm man eine längst notwendige Überholung der Kirche vor, bei der sie innen und außen umgestaltet wurde. Um den Gesamteindruck des Bauwerkes zu erhöhen, wurden die Figuren an den kapitellgeschmückten Säulen entfernt.

Bei dieser Gelegenheit wurde auch der Chorraum neu gestaltet. Bruder Notker von der Benediktinerabteil Maria-Laach, entwarf farbenfrohe Fenster, die auf typische Gestalten im Heilsgeschehen und Erlösungswerk hinweisen. Die künstlerische Ausführung des Raumes übertrug man dem Ehepaar Kubach-Wilmsen aus Ebernburg. Von ihnen stammen der neue Altar, der Ambo und die Sedilien aus römischem Travertin-Gestein.

Das Gebäude ist ein eingetragenes Kulturdenkmal im „Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreis Kaiserslautern.“

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Bann ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kaiserslautern und gehört der Verbandsgemeinde Landstuhl an. Die katholische Kirche befindet sich leicht erhöht in der Ortsmitte in der Kirchstraße. Parkplätze stehen an der Straße zur Verfügung.

(Karlheinz Schauder, 2006-2010)

Literaturverzeichnis

  • Schauder, Karlheinz (2006-2010). Serie "Dorf- und Stadtkirchen im Landkreis Kaiserslautern". Erschienen in der "Rheinpfalz" o.O.

Quellenangaben

    Artikel-Historie

    Lage:
    Koordinaten:

    49° 23“ 22′ N, 7° 36“ 41′ O

    Datierung:
    1881/82

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