Burg Kübelberg in Schönenberg-Kübelberg

Alternative Bezeichnungen: Wonnenberg

Die Burg Kübelberg wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet, um die wichtige Salzstraße, die entlang der Nordseite der Westpfälzer Moorniederung führte, zu schützen. Über die bauliche Entwicklung und die Zerstörung der Burg ist jedoch nichts bekannt, es ist nur gesichert, dass die Burg durch einen Graben umgeben war und einen Rundturm besaß. Heute ist von der Burg nichts mehr erhalten, nur noch eine Nachbildung einer Ruine auf einem Kreis in der Ortsgemeinde erinnert an die ehemalige Burg.

Geschichte

Die ehemalige Burg Kübelberg, auch Wonnenberg genannt, ist eine abgegangene Burg in Schönenberg-Kübelberg. Der Ort Kübelberg war zudem über viele Jahrhunderte Verwaltungssitz des Reiches bzw. später der Kurpfalz, in dem Gerichts- und Amtsschultheiß amtierte.

Die Burg stammt wahrscheinlich aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, denn seit dieser Zeit führte auch die wichtige Salzstraße entlang der Nordseite der Westpfälzer Moorniederung. Die Reichsburg diente wahrscheinlich außerdem zur Sicherung der uralten Straße von Worms über Kaiserslautern, Kübelberg nach Saarbrücken und Metz. Erstmals als Burg erwähnt wurde sie im Jahr 1297 als „castrum“ in einer Burglehensurkunde von König Adolfs von Nassau, die sich auf die Burgen Kaiserslautern und Kübelberg bezog. Es wird jedoch vermutet, dass die Burg um einiges älter ist, da die Bezeichnung „Kübelberg“ bereits 1263 bzw. 1291 urkundlich belegt ist. Im 15. Jahrhundert benannte sich ein Niederadelsgeschlecht nach dem Ort und der Burg. Besitzer der Burg waren im 15. Jahrhundert zudem die Herren von Kübelberg (Ritter Gerin von Kübelberg). Dieser Ritter stand in einem Lehensverhältnis zu den Grafen von Saarbrücken. Diese Herren von Kübelberg bewohnten zudem nachweislich ein Anwesen, welches unmittelbar bei der Burg errichtet wurde. Ebenso wie die bauliche Entwicklung ist auch der Umstand und der Zeitpunkt der Zerstörung der Burg nicht bekannt. Quellen zu Folge existierte die Burg zu Beginn des 18. Jahrhunderts bereits nur noch als Ruine. Heute ist von der Burg nichts mehr erhalten und nur noch Flur- und Straßennamen „Am Schlossberg“, „Im Schlossgraben“ und „Burgstraße“ erinnern an die ehemalige Burg.

Objektbeschreibung

Von der Kübelburg ist heute nichts mehr erhalten, sie stand unweit der Kirche, auf einem Hügel, im Ortsteil Kübelberg der Ortsgemeinde Schönenberg-Kübelberg. Auf Grund der Tatsache, dass keine oberirdischen sichtbaren Reste der Burg vorhanden sind, ist eine genaue Baubeschreibung der Anlage nicht möglich. Gesichert ist jedoch, dass es sich bei der ehemaligen Burganlage um eine Höhenburg mit einem Graben, landwirtschaftlichen Gebäuden und einem Turm handelte. Eine Beschreibung stammt aus dem Jahr 1752: „Kübelberg wird in alten Landtcarthen beschriben Kibelburg…so herrühret von einem alten Schlößlein so ahn dem Bronnen gegen Abendt auff einem Gibbel…vomahlß gestanden mit einem großen Graben umbgeben… Die unterste Fundamenten seindt von Hebel, Schuhlmaisteren aldorthen zu seinem Hauß gegen 1704 außgegraben worden“. Diese Aufzeichnung lässt darauf schließen, dass bereits im 18. Jahrhundert kaum noch oberirdische Reste der Burg vorhanden waren. Die Steine der ehemaligen Burg wurden, wie belegt, zum Bau der Pfarrkirche verwendet. Es wird zudem vermutet, dass sich auch die Bürger an den Mauersteinen zum Bau ihrer Häuser bedienten. Im katholischen Pfarrarchiv Kübelberg finden sich wenige Blätter mit einem „Lageplan der Kübelburg“ und eine Aufbauskizze der Burg, diese sind jedoch nicht belegbar. Zu erkennen ist jedoch ein Rundturm und der Burggraben, der auch bei den Befragungen der Anwohner genannt wurde.

Die Lage des ehemaligen Gerichtssturms des Ortes lässt sich dagegen noch genauer bestimmen. Dieser stand in der Dorfmitte gegenüber dem heutigen Denkmal, zwischen der Straße und der Kirche. Dieser Turm hatte vor seinem Abbruch noch eine Höhe von rund 12 Metern und eine Mauerstärke von 1.50 Metern.

Heute erinnert ein Nachbau einer Ruine, am Ortseingang im Kreisel, an die ehemalige Burg. Ein 27 Kilometer langer Wanderweg, der Ritter-Gerin-Weg, erinnert noch an das Kübelberger Rittergeschlecht und die Burg.

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Schönenberg-Kübelberg ist nach der Einwohnerzahl die größte Ortsgemeinde im Landkreis Kusel und der Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Oberes Glantal, der es auch angehört.

Die ehemalige Kübelburg stand unweit der katholischen Kirche im Ortsteil Kübelberg an der heutigen Saarbrücker Straße. Von der Burg ist heute nichts mehr erhalten.

Literaturverzeichnis

  • Keddigkeit, Jürgen; Burkhart, Ulrich; Übel, Rolf (Hrsg.) Institut für Pfälzische Geschichte und Volkskunde (Hrsg.) (2005). Pfälzisches Burgenlexikon: Band 3 Kaiserslautern.

Quellenangaben

Artikel-Historie

Koordinaten:

49° 24“ 29′ N, 7° 21“ 48′ O

Baustil:

Unbekannt

Datierung:
1297

Kategorie:

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  • Barrierefreiheit
  • Parkplatz
  • Familiengeeignet

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