Burgruine in Zweibrücken

Alternative Bezeichnungen: Ehrwoogburg

Auf dem etwa 30 Hektar großen Gelände der historischen Gartenanlage „Fasanerie“ in Zweibrücken befindet sich die salische Ruine der Ehrwoogburg. Zu der erst in den 1970er Jahren entdeckte Burg gibt es keine klaren historischen Quellen, weshalb nur wenig über die einstige Burganlage bekannt ist.

Die Turmburg Ruine, der Wildrosengarten, ein modernes Hotelgebäude sowie die Mauerreste des ehemaligen Lustschlosses Tschifflik mit seinen Weihern, bilden zusammen die barocke Gartenanlage der Fasanerie.

Geschichte

Die mittelalterliche Turmburgruine liegt am Nordende der Fasanerie sowie auf einem Bergsporn oberhalb des Bahnhofs des Zweibrücker Stadtteils Niederauerbach. Die lange in Vergessenheit geratene Burg wurde erst im Jahr 1975 freigelegt. Man vermutet auf Grund der Art der Gesamtanlage, der Steinbearbeitung und der Bautechnik, dass es sich um ein hochmittelalterliches Bauwerk vom Ende des 12. bis Anfang des 15. Jahrhunderts handeln muss. Wahrscheinlich wurde die Burg bereits im ausgehenden Mittelalter verlassen und verfiel daraufhin.

Bei den Ausgrabungsarbeiten fand man mittelalterliche Keramik, wie Geschirr und Ofenkacheln sowie Fenstergläser und Eisenreste. Außerdem wurden zwei ehemalige Brunnen oder Zisternen freigelegt. Die Mauerreste lassen Rückschlüsse auf die Anlage zu. Die Ehrwoogburg liegt auf einem Bergsporn und war von einer Ringmauer umgeben. Von Norden nach Süden läuft quer durch die Anlage ein aus dem Fels geschroteter Graben. Es gibt jedoch auch bauliche Hinweise, die gegen eine mittelalterliche Burganlage sprechen. Hierzu zählen etwa eine fehlende Verstärkung der Ringmauer zur „Angriffsseite“ sowie ein Gebäudekomplex aus drei miteinander verbundenen Räumen, deren Türdurchgänge ebenerdig an der Südwestecke der Burg verlaufen.

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Die mittelalterliche Turmburgruine liegt im Norden der Fasanerie im Zweibrücker Stadtteil Niederauerbach. Die öffentliche Parkanlage ist ganzjährig ohne Zugangsbeschränkung geöffnet. Direkt neben der Burganlage befindet sich am Waldrand ein Wanderparkplatz.

Literaturverzeichnis

  • Legner, Giesela; Legner, Christoph. (o.J.). Die Fasanerie bei Zweibrücken. Zweibrücken.
  • Junker-Mielke, Stella. (2006). Verborgene Gärten in Rheinland-Pfalz. Lindenberg im Allgäu.

Quellenangaben

Artikel-Historie

Koordinaten:

49° 14“ 36′ N, 7° 23“ 43′ O

Baustil:

Unbekannt

Datierung:
12 bis 15. Jahrhundert

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