Museum Pfalzgalerie in Kaiserslautern

Das Museum Pfalzgalerie wurde ursprünglich im Jahr 1874 als „Pfälzisches Gewerbemuseum“ gegründet. Im Laufe der Zeit entwickelte es sich immer mehr zum Kunstmuseum und beherbergt heute Werke von bedeutenden Künstlern des 15. – 21. Jahrhunderts. Das Museum zählt heute zu den bedeutendsten und bekanntesten Kunstmuseen in Rheinland-Pfalz.

Geschichte

Das Museum Pfalzgalerie wurde 1874 durch die Initiative des pfälzischen Regierungspräsidenten Paul von Braun (1820-1892) als „Pfälzisches Gewerbemuseum“ gegründet und in den Jahren 1875-1880 nach den Plänen von Karl Spatz (1845-1907) im Neo-Renaissance-Stil erbaut. Als Vorbild für das Gebäude dienten die Alte Pinakothek in München und die Dresdner Gemäldegalerie. Das „Pfälzische Gewerbemuseum“ war eine Sammlung von historischen pfälzischen kunsthandwerklichen Gegenständen aus unterschiedlichen Epochen, um dem Verfall heimischer Kunstfertigkeiten in den Zeiten der Industrialisierung entgegen zu wirken. Außer dem Gewerbemuseum im Obergeschoss beinhaltetet das Gebäude noch eine angegliederte Bibliothek und eine praktische Gewerbeschule im Erdgeschoss. Das Gewerbemuseum in Kaiserslautern war eines der ersten deutschen Museen dieser Art und die kunsthandwerkliche Sammlung bildete zu Anfang den Kern der Ausstellung. Wegen Platzmangel zog die Gewerbeschule im Jahr 1897 in ein neu errichtetes Schulhaus hinter der Pfalzgalerie und überließ das Gebäude dem „Pfälzischen Gewerbemuseum“. Beide Gebäude wurden 1944 durch den Krieg zerstört und neu aufgebaut. Einige Jahrzehnte nach der Gründung vollzog sich ein Sammlungsschwerpunkt des Museums. Neue Gemälde, Grafiken sowie Plastiken nahmen nach und nach an Raum und Bedeutung zu. So wurde aus dem Kunstgewerbemuseum ein Kunstmuseum mit bedeutenden Werken aus dem 15.- 21. Jahrhundert. Von besonderer Bedeutung sind die Werke aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Jahre später wurde eine Kunstgewerbeabteilung wieder neu eingegliedert, mit Schreiner, Porzellan und Schmiedearbeiten aus verschiedenen Epochen, um an das alte Gewerbemuseum zu erinnern. Das Museum zählt heute zu den bedeutendsten und bekanntesten Kunstmuseen in Rheinland-Pfalz.

Exponate

Der Bogen der Exponate spannt sich von der spätmittelalterlichen Plastik bis zur zeitgenössischen Kunst, wobei der Schwerpunkt auf der Malerei und Plastik des 19. bis 21. Jahrhunderts liegt. Außerdem werden verschiedene Sonderausstellungen im Graphischen Kabinett, im Labor und in den Schauräumen präsentiert. Die Sammlung der Plastiken weist Werke der klassischen Moderne, beispielsweise von Käthe Kollwitz, Ernst Barlach und Hermann Scherer, auf. Neben zeitgenössischer Kunst zeigt das Museum auch aktuelle amerikanische Kunst, unter anderem von Sam Francis, Frank Stella, Carmen Herrera und Mary Heilman. Die Graphische Sammlung umfasst rund 20.000 Blätter, darunter Arbeiten von Francisco de Goya, Paul Klee, Max Ernst und Pablo Picasso. Schließlich bietet die Pfalzgalerie kunsthandwerkliche Exponate aus unterschiedlichen Epochen. Es steht unter der Trägerschaft des Bezirksverbandes Pfalz.

Objektbeschreibung

Die Pfalzgalerie wurde nach Plänen von Karl Spatz im Neo-Renaissance-Stil erbaut. Das Museum ist ein monumentaler und teilweise marmorverblendeter Neurenaissancebau mit vielen Rundbogen Fenstern. In späteren Jahren wurde das ehemalige Pfälzische Gewerbemuseum um einen dreigeschossigen Erweiterungsbau und einen östlichen Flügel erweitert. Im Jahr 1953 wurde das Museum in Skelettbauweise erweitert. Die dazugehörige Meisterschule besteht aus vier Sandsteinbauten mit Walmdächern. Schon vor dem Museum, auf dem Museumplatz, sind einige Kunstwerke zu besichtigen.

Im Foyer der Pfalzgalerie findet sich ein Marmorrelief von Emil Krieger und ein Fresko von Edvard Frank.

Die Pfalzgalerie ist ein eingetragenes Kulturdenkmal im Nachrichtlichen Verzeichnis der Kulturdenkmäler der Generaldirektion Kulturelles Erbe.

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Das Museum Pfalzgalerie liegt mitten der Kaiserslauterer Innenstadt in der Nähe des Rathauses, des Pfalztheaters und des Japanischen Gartens. Parkplätze sind direkt am Museum vorhanden und die Pfaltgalerie ist barrierefrei zugänglich.

Literaturverzeichnis

  • Donnersberg-Touristik-Verband e.V. und Kreisverwaltung Kaiserslautern (2015). Museen in den Landkreisen Kaiserslautern und Donnersbergkreis Kaiserslautern.
  • Generaldirektion Kulturelles Erbe (2020). Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreisfreie Stadt Kaiserslautern Mainz.

Quellenangaben

Artikel-Historie

Koordinaten:

49° 26“ 57′ N, 7° 46“ 8′ O

Datierung:
1875-1880

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