Steinbruch im Scheidwald bei Otterberg

Der freigelegte Steinbruch im Scheidwald bei Otterberg ist eine knapp 20 Meter hohe rote Sandsteinwand, aus der früher Sandsteinblöcke zum Bau von Häusern gebrochen wurden. Seit den 1950er Jahren lag der Sandstein brach, bis die Idee aufkam den Steinbruch in den Hinkelsteinweg der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg einzubinden. Seit 2020 ist der freigelegte und abgesicherte ehemalige Steinbruch für die Öffentlichkeit zugänglich und wertet den Erlebnischarakter des Hinkelsteinwegs auf.

Geschichte

Der Steinbruch bei Otterberg im Scheidwald ist ein imposanter Zeitzeuge der Stadtentwicklung. Viele Häuser der Stadt Otterberg sind aus rotem Sandstein gebaut worden, der um 1900 aus einem der drei Steinbrüchen rund um Otterberg gewonnen wurde – so auch aus dem Scheidwald. Aus diesem Steinbruch stammen zudem die Sandsteinblöcke für das Kriegerdenkmal zur Erinnerung an den Deutsch-Französischen Krieg von 1870 bis 1871 auf dem Heiligenmoscheleberg. Der gelbe Sandstein für die Abteikirche wurde hingegen aus dem ehemaligen Steinbruch am heutigen CVJM-Tagungszentrum gebrochen. Seit den 1950er Jahren liegt der Steinbruch jedoch brach.

Um den Hinkelsteinweg der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg aufzuwerten, hatte der SPD-Ortsvorsteher des Drehenthalerhofes, Martin Klußmeier, die Idee den ehemaligen Steinbruch touristisch zu beleben. Von dieser ersten Idee mit anschließender Begehung dauerte es dann zwei Jahre bis zur Umsetzung des Projekts. Es musste Gestrüpp entfernt und Bäume gefällt werden. Zusammen mit ehrenamtlichen Helfern, Forstarbeitern und Mitarbeitern des Bauhofs konnten diese Arbeiten an drei Samstagen erledigt werden. Dabei mussten mehr als 40 Bäume gefällt werden, die dann unter Leitung des Forstamts verkauft wurden. Die Fällung diente zudem der ökologischen Aufwertung, da nur minderwertige Hölzer geschlagen wurden. Entlang des Steinbruches wurden auch neue Benjeshecken angelegt, diese Totholzhecken bieten vielen Tieren einen Lebensraum und verhindern zusätzlich, dass Besucher der tiefen Senke am Fuß der Steilwand zu nahekommen. Außerdem wurde der obere Teil des Steinbruches mit einem Maschendrahtzaun gesichert, um der Öffentlichkeit die Nutzung des Areals zu ermöglichen.

Objektbeschreibung

Der Steinbruch am Scheidwald in Otterberg ist eine knapp 20 Meter hohe rote Sandsteinwand mit hoher Abbruchkante. Bis in die 1950er Jahre wurde aus dem Steinbruch roter Sandstein gewonnen, der unter anderem für den Bau der Häuser in Otterberg verwendet wurde. Heute ist der Steinbruch ein Wegpunkt auf dem Hinkelsteinweg der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg. Dieser 41 Kilometer lange Prädikatsweg verbindet als Rundweg das Wegenetz des Pfälzerwaldes mit dem Wandergebiet am Donnersberg und dem „Pfälzer Höhenweg“. Starkpunkt ist entweder die Igelborner Hütte in Winnweiler oder der Kirchplatz in Otterberg vor der Abteikirche. Über den Drehenthalerhof besteht die Möglichkeit, den Hinkelsteinweg in beide Richtungen abzukürzen und in zwei Etappen (Nordroute 23 km oder Südroute 20 km) zu erwandern. Auf der abwechslungsreichen Wegstrecke findet sich der große Menhir von Otterberg sowie mehrere historische Grenzsteine aus der Otterberger Klosterzeit, zusätzlich führt der Weg am Naturschutzgebiet „Mehlinger Heide“ entlang.

Der freigelegte Steinbruch im Scheidwald bei Otterberg bietet mit einer rustikalen Sitzgruppe vor der hohen Steinwand einen Platz zum Verweilen auf dem Wanderweg.

Räumliche Lage und Erreichbarkeit

Der Steinbruch im Scheidwald bei Otterberg befindet sich nordöstlich der Gemeinde Otterberg, in Richtung Drehenthalerhof. Er liegt südlich der Landstraße L387 im Wald und ist nur zu Fuß zu erreichen, z.B. über den Prädikatsweg „Hinkelsteinweg“.

Literaturverzeichnis

  • Böhmer, Gaby (2020). Prosit im Steinbruch: neue Attraktion auf Hinkelsteinweg "Die Rheinpfalz".
  • Stadt- und Land-Kurier (2020). Steinbruch am Scheidwald "Wochenzeitung der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg".

Quellenangaben

Artikel-Historie

Koordinaten:

49° 30“ 54′ N, 7° 47“ 35′ O

Epoche:

Unbekannt

Baustil:

Unbekannt

Datierung:
Unbekannt

Schlagworte:

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